Immobilienpreise : Studie: Eigenheim in SH ist bezahlbar

Erschinglicher Wohnraum: Häuser des Selbsthilfe-Bauvereins SBV in Flensburg.
Erschinglicher Wohnraum: Häuser des Selbsthilfe-Bauvereins SBV in Flensburg.

Die Immobilienpreise sind in Großstädten stark gestiegen. In weiten Teilen Schleswig-Holsteins können sich Normalverdiener eine Wohnung oder ein Haus leisten.

shz.de von
30. September 2014, 10:54 Uhr

Hamburg/Kiel | Auch Durchschnittsverdiener können sich in Schleswig-Holstein eine Eigentumswohnung oder ein Einfamilienhaus leisten. Das ergab eine Prognos-Studie im Auftrag der Postbank, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Danach ist in den meisten Regionen des Landes für einen Normalverdiener eine Eigentumswohnung mit 110 Quadratmetern Wohnfläche finanzierbar, ohne dass er mehr als 40 Prozent seines Einkommens dafür ausgeben muss.

Schwierig wird die Finanzierung in den Feriengebieten Ostholstein und Nordfriesland sowie in den größeren Städten Kiel, Lübeck und Flensburg. Doch auch in diesen Städten sowie in Neumünster gebe es bezahlbaren Wohnraum, heißt es in einer Mitteilung der Postbank.

Selbst mit einem etwas geringeren Einkommen sei noch eine 70-Quadratmeter-Wohnung finanzierbar; mit mittlerem Einkommen in Neumünster und Flensburg sogar ein 130-Quadratmeter-Haus. „Wer etwas mehr Eigenkapital mitbringt, kann sich auch in Lübeck und Kiel eine entsprechende Immobilie leisten“, sagte Georg Hoogendijk, Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH.

Für die Studie hat die Postbank die Haushaltseinkommen und die Immobilienpreise in den Regionen gegenübergestellt. Dabei zeigt sich: Rund um die Metropole Hamburg, die ohnehin wesentlich teurer als Schleswig-Holstein ist, sind Eigentumswohnungen für Normalverdiener noch bezahlbar, Häuser aber schon nicht mehr - es sei dann, bis zu 45 Prozent des Haushaltseinkommens werden für den Erwerb aufgebracht.

Dafür können die Käufer in Hamburg und den angrenzende Kreisen Pinneberg, Segeberg und Stormarn mit Wertsteigerungen rechnen. In den meisten anderen Regionen Schleswig-Holsteins sehen die Forscher dagegen ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Chancen für die weitere Entwicklung des Immobilienmarktes.

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