Nach Korvetten-Wettbewerb : Streit beendet: Bundeswehr gibt Bau von fünf Korvetten in Auftrag

Fünf neue Korvetten werden die Flotte rund um die 2008 in Dienst gestellte „Braunschweig“ ergänzen.
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Fünf neue Korvetten werden die Flotte rund um die 2008 in Dienst gestellte „Braunschweig“ ergänzen.

Zuvor hatte eine Kieler Werft geklagt, weil der Auftrag nicht öffentlich ausgeschrieben wurde. Ab 2022 sollen die Schiffe ausgeliefert werden.

shz.de von
12. September 2017, 18:56 Uhr

Bonn/Berlin | Die Bundeswehr hat nach langem Streit den Bau fünf weiterer Korvetten des Typs K130 bis 2025 in Auftrag gegeben. Der Vertrag mit einem Konsortium sei am Dienstag unterzeichnet worden, teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit. „Wir versetzen die Deutsche Marine in die Lage, ihre gestiegenen Verpflichtungen innerhalb des Bündnisses mit Booten, die sich in zahlreichen Einsätzen bestens bewährt haben, zu erfüllen“, ergänzte der Vizepräsident des BAAINBw, Armin Schmidt-Franke. Die nun bestellten Schiffe sollen ab 2022 ausgeliefert werden. Insgesamt hat der Vertrag ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro.

Der Auftrag mit einem geschätzten Wert von rund 1,5 Milliarden Euro war zunächst ohne öffentliche Ausschreibung an das Konsortium Arge K130 der Werften Lürssen und Thyssen Krupp Marine Systems gegangen, die bereits fünf Korvetten gebaut haben. German Naval Yards Kiel hatte dagegen Einspruch erhoben, weil der Auftrag nicht öffentlich ausgeschrieben war. Das Bundeskartellamt stoppte daraufhin die Vergabe. Dagegen wehrten sich wiederum Lürssen und TKMS vor dem OLG Düsseldorf. Nach einem Mediationsverfahren einigten sich die drei Werften. Das Kartellamt gab im Juli grünes Licht für die Beteiligung der Werft.

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