Umbau der Behörde : Streik bei Wasser- und Schifffahrtsdirektionen?

Ramsauer will die Wasser- und Schifffahrtdirektionen auflösen - auch die Direktion in Kiel. Die Gewerkschaft lässt deshalb über Streiks abstimmen.

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23. April 2013, 08:50 Uhr

Kiel/Berlin | In der Auseinandersetzung um den Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung drohen unbefristete Streiks. Es sei eine Urabstimmung eingeleitet worden, teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag mit. Ziel eines möglichen Streiks sei es, die Beschäftigten "vor den negativen Folgen von Behördenumbau und Stellenabbau" zu schützen, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp. Der Urabstimmung waren in den vergangenen Wochen bereits Warnstreiks vorausgegangen. Das Bundesinnenministerium signalisierte laut Verdi aber keine Bereitschaft zu Verhandlungen.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die sieben Wasser- und Schifffahrtsdirektionen in Kiel, Hannover, Aurich, Magdeburg, Münster, Mainz und Würzburg bis zum Jahr 2020 schrittweise auflösen. Deren Aufgaben sollen bei einer neuen Generaldirektion in Bonn gebündelt werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, mehrere kleine Wasser- und Schifffahrtsämter zu schließen. Das bedeutet laut Verdi die Streichung von mindestens einem Viertel aller 12.500 Stellen im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

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