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Aufruf von Verdi : Streik bei der Post: Briefe und Pakete in SH und HH brauchen länger

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Post-Mitarbeiter protestieren: „Gewinne rauf, Löhne runter – ihr spinnt wohl“ wurde am Morgen in Westerland skandiert.

Westerland | Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi kurzfristig zu neuen Warnstreiks aufgerufen. Auch Schleswig-Holstein und Hamburg sind davon betroffen. Seit 6 Uhr sind mehr als 800 Mitarbeiter dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, wie ein Verdi-Sprecher am Donnerstagmorgen sagte. „Durch den Arbeitskampf kann es zu Beeinträchtigungen in der Brief- und Paketzustellung kommen, die voraussichtlich bis kommende Woche andauern werden.“

In Westerland auf Sylt trafen sich am Donnerstagmorgen Post-Angestellte zu einer spontanen Kundgebung. Zehn der 25 Mitarbeiter auf der Insel sind verbeamtet. Sie dürfen nicht streiken, daher wird ein Teil der Briefe auf der Insel heute doch zugestellt werden. Bei der Post war noch niemand für weitere Informationen zu erreichen.

Verdi fordert für die bundesweit rund 140.000 Tarifkräfte der Deutschen Post eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Damit will die Gewerkschaft die Vergabe der Zustellung an eigene Tochtergesellschaften mit befürchteten schlechteren Arbeitsbedingungen ausgleichen. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 8./9. Mai stattfinden.


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erstellt am 30.Apr.2015 | 08:25 Uhr

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