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Geschäftsmann aus Flensburg : Strafprozess gegen Marco Hahn verschoben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der schillernde Investor muss sich wegen Betruges vor dem Landgericht Kiel verantworten. Doch es kommt zu Verzögerungen.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 15:18 Uhr

Der Strafprozess gegen den Investor Marco Hahn, der eigentlich in dieser Woche vor der großen Strafkammer des Landgerichts Kiel starten sollte, ist verschoben worden. Das bestätigte Gerichtssprecherin Rebekka Kleine dem sh:z. Der aus Flensburg stammende und seit Jahren in der Schweiz lebende Geschäftsmann muss sich wegen Betruges in einem besonders schweren Fall verantworten (AZ:34KLS9/13).

Nach Informationen des sh:z geht es bei den Anschuldigungen der Staatsanwälte um die ehemalige Beteiligungsgesellschaft „Flymot“, an der neben Marco Hahn auch dessen Schwiegervater Lorenz-Peter Stotz und der Hamburger Geschäftsmann Dirk Kessemeier zu je einem Drittel beteiligt waren. Die „Flymot“ hatte im Jahr 2002 für rund 25 Millionen Euro Aktien des ehemaligen Hamburger Flugzeugmotorenherstellers Thielert AG erworben. Im Sommer 2006 soll Hahn knapp 2,5 Millionen Thielert-Aktien der „Flymot“ für rund 57 Millionen Euro verkauft und den Gewinn von rund 32 Millionen Euro auf seine Privatkonten überwiesen haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte Marco Hahn vorgeworfen, seinen Schwiegervater und Mitgesellschafter bei der „Flymot“, Lorenz-Peter Stotz, nicht über den Verkauf der Aktien informiert und ihm den Gewinnanteil von gut zehn Millionen Euro vorenthalten zu haben. Diesen Vorwurf hat das Landgericht jedoch zurückgewiesen und nicht zur Hauptverhandlung zugelassen. Der Grund: Es liegt kein Strafantrag bezüglich der Vorwürfe vor, so Gerichtssprecherin Kleine.

Somit reduziert sich der Vorwurf in dem anstehenden Prozess darauf, dass Marco Hahn den Geschäftsmann Dirk Kessemeier getäuscht haben soll. Als Kessemeier bei der „Flymot“ ausstieg und ausbezahlt wurde, soll Hahn einen niedrigeren Aktienkurs abgerechnet haben, als er selbst beim Verkauf der Aktien erzielt hatte. Dadurch soll Kessemeier ein Verlust von mehr als vier Millionen Euro entstanden sein.

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