Traditionsschokolade aus Köln : Stollwerck–Zentrale zieht nach Norderstedt

Die Schwarze Herrenschokolade von Stollwerck wird unter anderem im Werk in Norderstedt hergestellt.
Die Schwarze Herrenschokolade von Stollwerck wird unter anderem im Werk in Norderstedt hergestellt.

Das Kölner Traditionsunternehmen muss seine Zentrale schließen – das Werk in Norderstedt soll davon profitieren.

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16. Dezember 2014, 11:43 Uhr

Norderstedt | Um Kosten zu sparen soll 2015 der Kölner Standort des dort verwurzelten Schokoladenproduzenten Stollwerck geschlossen und nach Norderstedt verlegt werden. Das berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“ am Dienstag. Während der Schock in Köln tief sitzt, soll das Werk in Norderstedt von dem Umzug profitieren. Mit der Zentrale sollen auch die 130 Arbeitsplätze in den Norden umgelagert werden.

Vor 175 Jahren eröffnete Franz Stollwerck in Köln ein Werk zur Produktion von Hustenbonbons. Rund 20 Jahre später wurde das Sortiment unter anderem um Schokolade erweitert. Produziert wurde in Köln nun schon seit 10 Jahren nicht mehr. Hier hat die Firmenzentrale ihren Sitz, in der sich unter anderem die Qualitätssicherung, die Entwicklungsabteilung und der Vertrieb befinden.

Produkte wie Sarotti oder die Schwarze Herrenschokolade werden in drei deutschen Werken in Berlin, Saalfeld und Norderstedt hergestellt. Seit 2011 gehört Stollwerck zur belgischen Baronie-Gruppe.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Alleininhaber Fons Walder von der belgischen Baronie-Mutter zu den Umzugsplänen. „Aber die aktuelle Kostensituation, die dramatisch gestiegenen Rohstoffkosten und das starke Wettbewerbsumfeld zwingen uns zu diesem Schritt, um unsere Position am Markt zu behaupten und auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.“

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