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Hohenwestedt : Sparkassen-Hochzeit perfekt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Förde Sparkasse Kiel steigt mit 25,1 Prozent bei der Sparkasse Hohenwestedt ein. Damit wird die Eigenständigkeit der kleinsten Sparkasse im Land gewahrt.

Es ist beschlossen und genehmigt: Erstmals beteiligt sich in Schleswig-Holstein eine öffentlich-rechtliche Sparkasse am Stammkapital eines anderen öffentlich-rechtlichen Instituts. Mit 25,1 Prozent steigt die Förde Sparkasse aus Kiel bei der kleinen Sparkasse Hohenwestedt aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde ein. Das gaben die Vorstandsvorsitzenden Götz Bormann (Kiel) und Markus Schaly (Hohenwestedt) gestern bekannt. Damit wird die Eigenständigkeit der kleinsten Sparkasse im Land gewahrt.

„Uns war es wichtig, der Sparkasse Hohenwestedt zu helfen. Wir freuen uns auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte Götz Bormann. Damit könne das Geschäftsgebiet weiter erschlossen werden. Insgesamt 3,6 Millionen Euro hat die Förde Sparkasse nach Hohenwestedt überwiesen. Dadurch erhöht sich das haftende Eigenkapital des Kreditinstituts auf rund 24 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote steigt auf 14,3 Prozent. „Damit erfüllen wir schon heute die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III“, erklärte Markus Schaly. Zudem profitiere die Sparkasse Hohenwestedt durch zusätzliche Marktchancen im Kreditgeschäft, den Know-how-Transfer aus Kiel sowie die Übernahme von Dienstleistungen vom deutlich größeren Partner. Arbeitsplätze sollen durch die engere Zusammenarbeit beider Institute nicht verloren gehen. Die Sparkasse Hohenwestedt beschäftigt derzeit 48 Mitarbeiter, unterhält vier Filialen und weist eine Bilanzsumme von 252 Millionen Euro aus. Zum Vergleich: Schleswig-Holsteins größte Sparkasse in Kiel beschäftigt 1220 Mitarbeiter, unterhält 80 Filialen und kommt auf eine Bilanzsumme von knapp 6,2 Milliarden Euro.

„Das ist eine Hochzeit, die nur Gewinner kennt: Die beiden Sparkassen, die mittelständische Wirtschaft und die Privatkunden“, lobte Innenminister Andreas Breitner (SPD) die kapitalunterlegte Kooperation. „Ich bin stolz und froh, dass eine solche Beteiligung erstmals vollzogen werden kann“, zeigte sich auch Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein, zufrieden.

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