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Konsolidierungsdruck : Sparkasse Südholstein streicht 130 Stellen

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Niedriges Zinsniveau, zunehmender Wettbewerb und skeptische Kunden: Die Sparkasse Südholstein steht unter Druck. Das bekommen auch die Mitarbeiter zu spüren: Das Institut baut Stellen ab.

Neumünster | Die unter Konsolidierungsdruck stehende Sparkasse Südholstein baut in den nächsten Jahren rund 130 Stellen ab. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende Ralph Schmieder jetzt seinen Mitarbeitern mit. Der Abbau solle in hohem Maße über die natürliche Fluktuation und individuelle Vereinbarungen wie Altersteilzeitregelungen erreicht werden, hieß es am Mittwoch in einer Pressemitteilung der Sparkasse. Sie musste im vorigen Jahr Abschreibungen von 40 Millionen Euro auf Beteiligungen vornehmen, überwiegend im Zusammenhang mit der HSH Nordbank. Derzeit hat die Sparkasse mehr als 1100 Mitarbeiter.
Die Situation auf dem Finanzmarkt trübe die Erfolge des Instituts ein, führte die Sparkasse aus. "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich das niedrige Zinsniveau, das durch die Finanzkrise veränderte Verbraucherverhalten und der zunehmende Wettbewerb in naher Zukunft ändern", äußerte Schmieder. "Wie alle Banken und Sparkassen müssen wir auf der Kostenseite gegensteuern und unsere Personal- und Infrastruktur dieser Situation anpassen."
Nach Ansicht des FDP-Finanzpolitikers Heiner Garg wird der Personalabbau Spuren in der Region hinterlassen und Konsequenzen für die regionale Wirtschaft haben. "Für den Sparkassensektor insgesamt und für die mittelständische Wirtschaft ist dies ohne jeden Zweifel eine schlechte Nachricht." Garg warf der Koalition in Kiel vor, sie habe mit der Änderung des Sparkassengesetzes mit dafür gesorgt, dass die Sparkasse nun zu solch radikalen Maßnahmen greifen müsse. "Denn frisches Eigenkapital, das der Sparkasse Südholstein im zunehmenden Wettbewerb geholfen hätte, ist nun nirgends mehr zu akquirieren."

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erstellt am 15.Aug.2013 | 01:16 Uhr

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