Energie : Sparen mit Holzpellets

Holzpellets, ein günstiges Heizmaterial. Foto: Wikipedia
Holzpellets, ein günstiges Heizmaterial. Foto: Wikipedia

In einer Serie stellen wir Schleswig-Holsteiner vor, die schon früh darauf gesetzt haben, mit regenerativen Energien billiger zu leben. Erster Teil: Holzpellet-Öfen.

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18. August 2008, 01:45 Uhr

Satrup | Jutta Petersen-Böhm hat es schon vor sechs Jahren gewagt: 2002 stand sie vor der Frage, ob sie ihre alte Öl-Heizung gegen eine neue ersetzen sollte. Die Satruperin, die mit ihrer Familie in einem Einfamilienhaus (Baujahr 1958) lebt, entschied sich dagegen. Da, wo früher ihre Öltanks standen, steht heute ein Holzpellet-Ofen. "Natürlich habe ich mich anfangs gefragt, ob der Ofen genauso voll automatisch funktioniert, wie die Öl-Heizung", sagt Petersen-Böhm. Sie wurde nicht enttäuscht.
Dennoch blieben Anfangsschwierigkeiten nicht aus. Petersen-Böhm: "Das größte Problem war damals, einen Heizungsbauer zu finden, der uns den Ofen einbaut." Auch gab es vor sechs Jahren noch keine Lieferanten für Holzpellets in Schleswig-Holstein. Das ist heute anders. Und auch die Entsorgung der Asche ist für Petersen-Böhm - die heute als Energieberaterin arbeitet - kein großes Thema. "Die Asche eignet sich sehr gut als Dünger für unseren Garten. Die Investition in einen Holzpellet-Ofen war eine Investition in die Zukunft."
Die Holzpelletheizung ist eine Zentralheizung, die Wärme durch Verbrennung von Holzpellets erzeugt. Die Heizung besteht aus einem Heizkessel sowie Tank und Zuführeinrichtung für die Pellets.
Holzpellets sind kleine, zylindrische Presslinge aus unbehandeltem Restholz (Säge- und Hobelspäne)
Die Verbrennung von Holzpellets ist CO2-neutral. Es wird beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid ausgestoßen, wie der Baum vorher aufgenommen hat.
Ab dem 1. Januar 2009 verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmege setz Bauherren zum Einsatz regenerativer Energien für die Wärmeerzeugung. Bei Einfamilienhäusern sollen zum Beispiel mindestens 50 Prozent des Wärmebedarfs durch eine Pelletheizung oder alternativ 15 Prozent durch eine Solarthermie-Anlage gedeckt werden.

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