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Tourismus in SH : Sonnensommer ließ Kassen in den Ferienorten klingeln

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Sommermärchen SH: Während der Rest der Republik mit Regen und Unwettern zu kämpfen hatte, wurde der „echte Norden“ mit Sonnenschein und Wärme verwöhnt. Die Urlaubsgäste kamen in Scharen.

Lübeck/St. Peter-Ording | Der Bilderbuchsommer 2014 hat jede Menge Urlaubsgäste nach Schleswig-Holstein gelockt. Davon haben nicht nur die Ferienorte an Nord- und Ostsee profitiert. Auch die Urlaubsregionen im Binnenland, wie die Holsteinische Schweiz, die Eider-Treene-Sorge Niederung und die Lauenburgischen Seen hätten kräftig zugelegt, sagte der Pressesprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, Marc Euler. Alles deute darauf hin, dass das gute Sommerergebnis von 2013 in diesem Jahr übertroffen werde. „Aber abgerechnet wird am Schluss“, sagte Euler. „Die Saison war kurz, aber heftig“, so lautet die Bilanz von Olaf Dose-Miekley, dem Chef des Tourismus-Service Grömitz im Kreis Ostholstein. „Es war sehr heiß, sehr voll, sehr trubelig. Man konnte spüren, dass viele Bundesländer gleichzeitig Ferien hatten“, sagt er.

Unterm Strich lägen Übernachtungs- und Gästezahlen auf dem Niveau des Vorjahres. „Das war allerdings unser bestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Jedes Jammern wäre deshalb Klagen auf hohem Niveau“, gibt er zu. Auch der Tourismuschef von Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) klagt über die Sommerferienregelung. „Die Ferien haben erst am 7. Juli begonnen, mehr als zwei Wochen später als im Vorjahr. Das hat uns Gäste gekostet“, sagt er. Mit dem Saisonverlauf ist er trotzdem zufrieden. „Die Übernachtungszahlen liegen deutlich über dem Vorjahresniveau, bei den Gästezahlen liegen wir allerdings deutlich darunter. Trotz des Superwetters hatten wir rund 20 Prozent weniger Strandbesucher als 2013“, sagt Nitz. Er führt das unter anderem auf die Badeverbote und Badeunfälle im Juli zurück. „Das schreckt Tagesgäste natürlich ab“, sagt er. Insgesamt rechnet er jedoch mit einem höheren Ergebnis als 2013.

In Lübeck gab es nach Angaben der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) sogar zwei bis drei Wochen, in denen es selbst während der Woche kaum noch freie Unterkünfte im System gab. „Das ist sehr ungewöhnlich. Eigentlich ist Lübeck als typisches Kurzreiseziel eher an den Wochenenden ausgebucht“, sagt LTM-Sprecherin Doris Schütz.

An der Nordseeküste gab es in diesem Sommer bis zu zehn Prozent mehr Buchungen, berichtet Tanja Weinekötter von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH. Nur während der Fußball-WM sei relativ ruhiggewesen. „Im Juli und im halben August hätte nicht sehr viel mehr gehen können“, sagt St. Peter-Ordings stellvertretende Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff. Der Geschäftsführer von Sylt Marketing, Moritz Luft, spricht von einer „zufriedenstellenden Saison trotz der knackigen Sommerferienzeiten und des späten Beginns der Sommerferien“. „Dank des guten Wetters haben wir für die Gäste einen extrem erholsamen Urlaub ermöglichen können,“ sagt er.

Weniger zufrieden sind dagegen die Campingplatzbetreiber im Land. „Das sonnige Frühjahr hat uns zwar tolle Steigerungen gebracht. Der Juli war dagegen trotz des tollen Wetters deutlich schlechter als der Juli 2013, weil noch niemand Ferien hatte“, sagt Volker Riechey vom Verband der Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus in Schleswig-Holstein, in dem rund 170 Campingplätze zusammengeschlossen sind. „Insgesamt rechnen wir damit, dass wir das Ergebnis des Vorjahres wieder erreichen“, sagt Riechey. 

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erstellt am 13.Sep.2014 | 10:58 Uhr

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