Waffenhersteller aus Eckernförde : Sig Sauer: 87 Mitarbeiter müssen gehen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sig Sauer wegen möglicherweise illegalen Pistolen-Lieferungen in den Irak, nach Kasachstan und Kolumbien.
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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sig Sauer wegen möglicherweise illegalen Pistolen-Lieferungen in den Irak, nach Kasachstan und Kolumbien.

Gewerkschaft und Geschäftsführung haben sich geeinigt: Der Waffenhersteller Sig Sauer aus Eckernförde baut zwei Drittel seiner Stellen ab. Streit gibt es über die Abfindungen.

shz.de von
25. November 2014, 11:22 Uhr

Eckernförde | Beim Waffenhersteller Sig Sauer sind nach Angaben der IG Metall bis Ende Februar keine Entlassungen geplant. Zwei Drittel der 136 Mitarbeiter am Standort Eckernförde sollen später jedoch gehen, wie der Bevollmächtigte der IG Metall Rendsburg, Kai Petersen, am Dienstag sagte. 49 Mitarbeiter sollen demnach bleiben.

Nach Petersens Angaben standen die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Geschäftsführung am Montag mehrfach kurz vor dem Abbruch. Letztlich konnten sich beide Seiten aber über die Eckpunkte für eine Transfergesellschaft für die von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter einigen. „Noch große Differenzen gibt es aber beim Bereich Abfindungen“, sagte Petersen. Ein Schiedsverfahren soll nun eine Einigung ermöglichen.

Nach möglicherweise illegalen Pistolen-Lieferungen in den Irak, nach Kasachstan und Kolumbien ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen das Unternehmen. Wegen des Verdachts der Unzuverlässigkeit soll Medienberichten zufolge gegen Sig Sauer vorübergehend ein Ausfuhrstopp verhängt worden sein. Seit August wird in Eckernförde kurzgearbeitet.

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