Husum und Osterrönfeld : Senvion streicht Jobs in SH: Ein schwarzer Tag für 223 Mitarbeiter

Das Senvion-Werk am Husumer Außenhafen – im Hintergrund das Windenergie-Testfeld – soll geschlossen werden.
Das Senvion-Werk am Husumer Außenhafen – im Hintergrund das Windenergie-Testfeld – soll geschlossen werden.

Vielen Mitarbeitern droht die Kündigung. shz.de war vor Ort und hat mit Betroffenen gesprochen.

shz.de von
13. März 2017, 19:33 Uhr

Husum/Osterrönfeld | Der Windkraftanlagenhersteller Senvion bekommt den Wettbewerbsdruck in der Branche zu spüren. Um Kosten zu sparen, will er Stellen abbauen. In Husum sind dem Konzern zufolge insgesamt 223 Mitarbeiter betroffen. Rund 100 davon müssten wohl mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen. Den übrigen Beschäftigten aus dem Service soll die Möglichkeit eingeräumt werden, an den Service-Standort im Raum Schleswig zu wechseln. Die in Osterrönfeld angesiedelte Produktentwicklung ist zwar den Angaben zufolge kaum vom Stellenabbau betroffen. Jedoch sollen 49 Stellen im ebenfalls dort ansässigen Kontrollzentrum verlagert werden.

In der Windkraftbranche wachsen die Sorgen über die wirtschaftlichen Perspektiven in Schleswig-Holstein. 

shz.de hat mit Mitarbeitern, Gewerkschaftlern und Unternehmensvertretern gesprochen:

Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion will in diesem Jahr in Deutschland rund 730 Arbeitsplätze streichen. Die Konzernholding begründete die Einschnitte am Montag mit einem stärker werdenden Wettbewerbs- und Preisdruck. Deshalb sollen Teile der Produktion verlagert und Standorte in Deutschland geschlossen werden, wie die Luxemburger Senvion S. A. mitteilte. Der Vorstand will durch die Umstrukturierung jährlich rund 40 Millionen Euro einsparen.

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