zur Navigation springen

Steigerung um 0,2 Prozent : Seehafen Kiel verbessert Vorjahresergebnis

vom

Der Ostuferhafen soll ausgebaut werden, eine neue direkte Schienenanbindung vom Hafen nach Duisburg kommen und 2015 werden bis zu 150 Kreuzfahrer erwartet - der Seehafen Kiel will weiter wachsen.

shz.de von
erstellt am 14.01.2014 | 15:15 Uhr

Kiel | Der Kieler Seehafen hat im vergangenen Jahr rund 6,32 Millionen Tonnen umgeschlagen und damit das Vorjahresergebnis leicht um 0,2 Prozent gesteigert. „Wenn man den Gesamtmarkt betrachtet, können wir zufrieden sein“, sagte der Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Dirk Claus, am Dienstag. Für das laufende Jahr rechnet Claus erneut mit einem leichten Plus. Der Passagierverkehr legte 2013 um 1,4 Prozent auf 1,94 Millionen Reisende auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen zu. Claus zeigte sich zuversichtlich, die Zwei-Millionen-Marke 2014 knacken zu können.

2014 sind 126 Anläufe von 22 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen vorgesehen. Häufigster Gast wird die „Aida Cara“ sein, die auch die Saison am 5. April eröffnet. Ungewöhnlich wird wohl auch der Besuch der neuen „Mein Schiff 3“ von Tui Cruises - sie wird noch vor der Taufe in Hamburg im Juni am 26. Mai in Kiel zu sehen sein. Im vergangenen Jahr ist die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt insgesamt 128-mal von 22 verschiedenen Kreuzfahrern angelaufen worden. Mehr als 363.000 Passagiere gingen an oder von Bord, wie Claus sagte. Das entspricht einem Plus von vier Prozent. Er sei zuversichtlich, dass es 2015/2016 rund 150 Anläufe geben werde. „Wenn ich mir die Voranmeldungen anschaue, werden wir das wohl erreichen können.“ 

Als wichtige Stützen des Kieler Hafens erwiesen sich auch 2013 wieder die Fährreedereien: Sie trugen mit 5,1 Millionen Tonnen (plus 1,3 Prozent) mehr als 80 Prozent zum Gesamtumschlag bei.

„Herausragend“ sei zudem die Entwicklung im kombinierten Ladungsverkehr Schiff/Schiene gewesen, der um knapp 14,7 Prozent auf rund 24.000 Frachteinheiten stieg, sagte Claus. Von den insgesamt im Hafen umgeschlagenen Trailern und Containern werden rund ein Fünftel für den Weitertransport auf die Bahn verladen.

Für 2014 rechnet der Seehafenchef mit einer weiteren Steigerung auf rund 30.000 Frachteinheiten. Dies soll unter anderem durch eine neue sogenannte Ganzzugverbindung zwischen dem Kieler Hafen und Duisburg-Ruhrort erreicht werden. Vom 3. Februar an soll der Zug dreimal in der Woche fahren.

Dieser Direktzug sei sehr wichtig für seine Reederei, sagte Jacob Andersen von der dänischen Reederei DfDS. „Wir freuen uns, dass er kommt.“ Skeptisch betrachten Andersen und seine Kollegen von der norwegischen Color Line sowie der schwedischen Stena Line die verschärften Umweltauflagen, die von 2015 an für die Schifffahrt in Nord- und Ostsee gelten. Sie sähen die Gefahr, dass sich mehr Verkehr auf die Straße verlagere, sagten die Reederei-Vertreter unisono. Ob das besser für die Umwelt sei, wüssten sie nicht. Wie groß die Auswirkungen auf den Seehafen Kiel und sein Geschäft seien, lasse sich noch nicht abschätzen, sagte Seehafen-Chef Claus. 2014 wird aber erst einmal weiter investiert: Der Ostuferhafen soll erweitert, ein angrenzendes Gewerbegebiet integriert werden.

„Ziel ist es, unsere Marktführerschaft im RoRo-Verkehr mit dem Baltikum zu festigen“, sagte Claus. Mit Unterstützung des Landes will der Seehafen dieses Jahr rund zehn Millionen Euro in den Ostuferhafen investieren. „Wenn man den Gesamtmarkt betrachtet, können wir zufrieden sein“, sagte der Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Dirk Claus, am Dienstag. Der Passagierverkehr legte um 1,4 Prozent auf 1,94 Millionen Reisende auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen zu. Claus zeigte sich zuversichtlich, die Zwei-Millionen-Marke im laufenden Jahr knacken zu können.

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen