„Bio Europe“ in Hamburg : Schnelltest für Osteoporose: Kieler Startup bietet Diagnose ohne Röntgen

Knochenschwund ist eine Volkskrankheit, die oft zu spät erkannt wird. Das Kieler Start-up Osteolabs will das ändern.

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10. November 2019, 12:02 Uhr

Kiel | Das Kieler Start-up Osteolabs will auf der Fachmesse „Bio Europe“ in Hamburg den nach eigenen Angaben ersten Schnelltest für Knochenschwund vorstellen. Mit ihm könnten aus einer Urin- oder Blutprobe frühzeitig Aussagen zum Auftreten einer möglichen Osteoporose gemacht werden, erläuterte Geschäftsführer Stefan Koth.

Bisher müssten Patienten für eine entsprechende Diagnose Röntgengenstrahlung ausgesetzt werden – in den meisten Fällen, wenn eine Osteoporose schon aufgetreten und eine wirksame Behandlung zu spät sei.

Bei dem neuen Verfahren bekomme der Patient das Ergebnis des Osteoporose-Tests in Form einer Ampel angezeigt. Rot bedeutet, er hat Osteoporose, grün, er ist gesund. Bisher koste der Test knapp 300 Euro, soll in fünf bis zehn Jahren aber nur noch mit 50 Euro zu Buche schlagen. Mit einer Krankenkassenzulassung rechnen die Forscher in fünf Jahren.

Statistisch jede zweite Frau ab 50 Jahren betroffen

Die Krankheit entsteht durch den Abbau von Kalzium in den Knochen und gefährdet die Stabilität des Skeletts. Die Folge sind häufige Knochenbrüche. Das 2018 gegründete Start-up Osteolabs hat einen Partner-Vertrag mit der Laborgruppe Eurofins-LifeCodexx abgeschlossen, wie Koth sagte.

Das in Konstanz ansässige Unternehmen mit einem Jahresumsatz von knapp vier Milliarden Euro ist in Deutschland der führende Anbieter von nicht-invasiver Pränataldiagnostik.

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