Weihnachtsgeschäft : Schleswig-Holsteiner auf Geschenke-Jagd

Noch vier Wochen bis zum Heiligen Abend. Quer durch die Geschäfte wird gesucht, verglichen und gekauft. Auch die Schleswig-Holsteiner sind bereits eifrig auf Geschenke-Jagd.

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22. Dezember 2007, 11:52 Uhr

Der Einzelhandelsverband Nord sieht dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft freudig entgegen. "Wir gehen von einer einprozentigen Umstatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr aus", sagt Hauptgeschäftsführer Dierk Böckenholt. Die Zuversicht begründen die Unternehmen mit den positiven Mitteilungen der Konsumforscher, angekündigten Rentenerhöhungen und einer ausgesprochen hohen Sparquote. Der Konjunkturaufschwung erlaubte vielen Bürgern, ein paar Euro mehr auf die hohe Kante zu legen. Die können nun in Geschenke investiert werden.
Aber was sind in diesem Jahr die beliebtesten Präsente unter dem Weihnachtsbaum? Mit welchen Geschenken kann man bei Angehörigen und Freunden wirklich punkten? Dierk Böckenholt weiß Rat. "Auf den vorderen Plätzen der Geschenkeskala stehen Spielwaren, Unterhaltungselektronik, Uhren, Schmuck und Süßigkeiten. In diesen Bereichen wird in den Monaten November und Dezember zwischen 14 und 20 Prozent des Gesamtjahresumsatzes erzielt." Während DVD-Player, Multimedia-Handys und Fotoapparate bereits 2006 heiß begehrt waren, sind in diesem Jahr die Flachbildschirme deutlich auf dem Vormarsch. "In diesem Bereich ist ein eindeutiger Trend zu erkennen", stellt Böckenholt fest.
Technik steht bei Groß und Klein hoch im Kurs
Auch bei den Kleinsten dreht sich in diesem Jahr alles rund um Technik. Computerzubehör und Spielekonsolen wie die "Playstation 3" stehen bei Kindern und Jugendlichen besonders hoch im Kurs. Aber auch traditionelle Präsente wie Puppen oder Playmobil sind nach wie vor gefragt. "Einen absoluten Klassiker konnten wir in diesem Jahr bislang noch nicht ausmachen", so Böckenholt, "das werden die nächsten Wochen zeigen."
Fest steht jedoch, dass sich die Einkaufstermine in diesem Jahr deutlich nach hinten verlagern. "Der Informationsbedarf der Verbraucher ist hoch. Es wird immer spürbarer, dass beim Abarbeiten der Wunschzettel zunächst Preise verglichen werden. Die tatsächlichen Einkäufe werden oftmals erst kurz vor den Festtagen getätigt", sagt Böckenholt. Das sei besonders bei Uhren und Schmuck zu merken. "Diese Dinge gehen erst zwei Wochen vor Heiligabend über die Ladentheke."
Ein wenig Zeit bleibt also noch, um pünktlich in vier Wochen alle Präsente für die Liebsten beisammen zu haben. Wer dagegen keine Lust auf überfüllte Geschäfte, hektische Verkäufer und lange Schlangen an der Ladentheke hat, hält es am besten mit dem guten Vorsatz, den tausende, stressgeplagte Shopping-Hasser jedes Mal aufs Neue treffen: "In diesem Jahr schenken wir uns nichts!"

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