Arbeitsmarkt : Schleswig-Holstein: Weniger Arbeitslose im März

Die Arbeitslosenquote liegt in Schleswig-Holstein derzeit bei 7,4 Prozent, vor einem Jahr waren es 7,6 Prozent. Foto: dpa
Die Arbeitslosenquote liegt in Schleswig-Holstein derzeit bei 7,4 Prozent, vor einem Jahr waren es 7,6 Prozent. Foto: dpa

Die Kälte fordert ihren Tribut am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt zwar. Im Vorjahresvergleich waren jedoch mehr Menschen ohne festen Job.

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30. März 2013, 10:36 Uhr

Kiel/Hamburg | Die anhaltende Kälte macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im März zwar wieder gesunken. Ende des Monats waren im Norden nach Angaben der Agentur für Arbeit 107.000 Menschen ohne festen Job und damit 2700 oder 2,4 Prozent weniger als noch im Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies aber 400 Arbeitslose mehr.

"Die Frühjahrsbelebung fällt schwächer aus als im Vorjahr. Der ungewöhnlich kalte März fordert seinen Tribut am Arbeitsmarkt", sagte die Leiterin der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, am Donnerstag. Zwar hätten zahlreiche Arbeitslose im März trotz frostiger Kälte einen Job gefunden. "Es hätten aber auch mehr sein können."

Stormarn mit niedrigster Arbeitslosenquote unter den Kreisen

Die Unternehmen seien immer noch verhalten, was die Einstellung von neuem Personal betreffe, sagte Haupt-Koopmann. Die unsichere konjunkturelle Lage sei weiter spürbar. Seit Jahresbeginn seien 14.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden, 2200 oder 13,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Arbeitslosenquote im nördlichsten Bundesland liegt nunmehr wie vor einem Jahr bei 7,4 Prozent. Im Februar hatte sie noch 7,6 Prozent betragen. Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat weiter Stormarn mit aktuell 4,3 Prozent. Die höchste Quote gibt es mit 8,6 Prozent in Dithmarschen. Von den kreisfreien Städten hat Kiel mit 10,1 Prozent die niedrigste Quote, Flensburg mit 11,8 Prozent die höchste.

"Dies ist ein Zeichen, dass die Wirtschaft insgesamt stabil ist"

Neueinstellungen erfolgen im Norden aktuell insbesondere im Gartenbau, in der Tourismusbranche und im Baugewerbe. Laut Arbeitsagentur profitieren davon aktuell vor allem Männer. Die Zahl der Männer ohne festen Job sank im März um 1700 oder 2,7 Prozent.

"Das ist saisontypisch, da im Frühjahr speziell in den Baubetrieben und in den grünen Berufen neue Jobs vergeben werden", sagte Haupt-Koopmann. Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich erfreut, dass die Entwicklung im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach wie vor positiv verläuft. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im ausgewerteten Monat Januar um 1,4 Prozent oder 11.850 Menschen im Vorjahresvergleich auf 851.500. "Dies ist ein Zeichen, dass die Wirtschaft im Land insgesamt stabil ist und die Unternehmen die Notwendigkeit erkannt haben, ihren Bedarf an Fachkräften zu sichern", sagte Meyer.

In Hamburg ist die Zahl der Arbeitslosen im März leicht zurückgegangen und auf den niedrigsten März-Wert seit 1994 gefallen. Insgesamt haben sich nach Angaben der Arbeitsagentur vom Donnerstag 71842 Hamburger arbeitslos gemeldet. Das seien 292 oder 0,4 Prozent weniger als im Februar und 163 beziehungsweise 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. "Trotz der widrigen und schwierigen Arbeitsbedingungen - gerade für die Außenarbeitsplätze - zeigt sich der Hamburger Arbeitsmarkt aber stabil und für neue Arbeitskräfte aufnahmefähig", erklärte der Chef der Hamburger Arbeitsagentur, Sönke Fock.

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