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Schleswig-Holstein sucht Unternehmensgründer mit Ideen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Der Ideenwettbewerb war der erste Schritt“, erinnert sich Torben Haase. 2012 hatte der 33-Jährige die Idee für sein neuartiges Konzept zur Speicherung von Daten. Bei dem Wettbewerb für Gründungsvorhaben aus Schleswig-Holstein schaffte er es damit noch im selben Jahr auf den ersten Platz. Aus der Idee ist inzwischen das Unternehmen „Flowy Apps“ geworden und Haase konnte gestern Nachmittag sein erstes Einstellungsgespräch führen. Am Vormittag warb er aber zunächst noch zum Startschuss der sechsten Auflage in der Flensburger Fachhochschule für den Ideenwettbewerb. Zusammen mit der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) suchen die Hochschulen im Land damit wieder Produktideen, Dienstleistungen oder auch neue Verfahren. Es gehe um Ideen, die „zukunftsweisend sind“, sagte Dirk Ludewig vom Flensburger Dr.-Werner-Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand mit Blick auf die Bewerbung vergangener Jahre. Der Wettbewerb sei eine „Möglichkeit, um weitere Ideen aus den Hochschulen herauszukitzeln“, so Ludewig weiter. Tatsächlich hakt es mitunter im Land beim Übergang von Forschung zur Wirtschaft. Während Wissenschaftler oft sehr akribisch arbeiten müssten, sagte Dirk Müller, der bei der WTSH verantwortlich ist für Unternehmensausgründungen, ginge es in der Wirtschaft mitunter auch darum, Dinge einfach umzusetzen – nach dem Prinzip von „Try and Error“, Versuch und Fehlschlag. 60 bis 80 Gründungen gehen Müller zufolge jedes Jahr aus Schleswig-Holsteins Hochschulen hervor – Unternehmungen, an denen Hunderte von Arbeitsplätzen hängen. Und der WTSH-Experte gibt zu bedenken, dass noch eine große Zahl von Unternehmern hinzukomme, die erst zwei, drei Jahre nach Verlassen der Uni mit ihren Ideen zu Gründern werden. Auch für sie kann der Ideenwettbewerb der Ausgangspunkt sein, bei dem es für die besten eingereichten Einfälle Prämien von bis zu 5000 Euro gibt. Rückblickend betont Preisträger Haase aber, dass das Geld gar nicht so entscheidend sei. „Langfristig spielt das ganze Netzwerk eine viel wichtigere Rolle.“ Preisgeld-Sponsoren hätten ihm als Coaches zur Seite gestanden. Mit Unterstützung der WTSH folgten weitere Förderungen auf dem Weg zur eigenen Firma – erst ein Gründerstipendium, später eine Anschlussfinanzierung durch den Startup-Fonds-Schleswig-Holstein. Anfang des Jahres gründete Haase offiziell seine GmbH.

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erstellt am 13.Mai.2014 | 13:16 Uhr

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