Hollywood in Itzehoe : Ritt auf dem Wasserstrahl

Zwei Wasserdüsen jagen den Piloten zehn Meter in die Höhe und halten ihn dort. Foto: dapd
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Zwei Wasserdüsen jagen den Piloten zehn Meter in die Höhe und halten ihn dort. Foto: dapd

Eine Itzehoer Firma macht es möglich: Menschen fliegen wie James Bond in dem Film "Fireball" durch die Gegend. Der futuristische "Jetlev-Flyer" lässt sie über dem Boden schweben.

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15. April 2011, 12:40 Uhr

Berlin/Itzehoe | Ein spritziges Zischen und dann hebt er ab - mit dem "JetLev-Flyer" wird ein Traum aus Hollywood jetzt auch in Deutschland wahr. Als Rucksack am Rücken festgeschnallt, stößt das Gerät einen enorm starken Wasserstrahl aus, der den Piloten in der Luft hält. Die MS Watersports GmbH aus Itzehoe in Schleswig-Holstein knüpft mit dem rund 100.000 Euro teuren Gerät an den James-Bond-Film "Fireball" an, in dem Agent 007 mit einem ähnlichen Apparat flügge wird.
Mehr als 200 Testflüge in Florida hat der Jetlev Flyer schon hinter sich. Raymond Li, ein in China geborener Kanadier, entwickelte das futuristische Fluggerät in St. Johns, Neufundland. Den Prototyp des Jetlevs flog er selbst 2005 in einem Hallenbad in St. Johns. Danach zog er nach Florida, um Weiterentwicklungen im Freien testen zu können. Produziert wird die Weltneuheit nun allerdings in Itzehoe.
250 PS schrauben den Menschen in zehn Meter Höhe
Das Gerät könne mit Hilfe von zwei Wasserdüsen einen Menschen auf eine Geschwindigkeit von bis zu 45 Stundenkilometer beschleunigen und auf eine Höhe von zehn Metern anheben, sagte Alexander Theis, Sprecher des Herstellers. Ein 250 PS starker Motor treibt den Apparat an. Über einen zehn Meter langen Schlauch werden dabei 100 Liter Wasser pro Sekunde hochgepumpt und ausgestrahlt. Der Motor verbraucht dafür pro Stunde durchschnittlich 20 Liter Benzin. Der Tankinhalt reicht für drei Flugstunden. Laut Theis hat das Unternehmen bereits rund 20 dieser Apparate, deren Basisversion etwa 85.000 Euro kostet, verkauft.
(shz, dpa)

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