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Eröffnung 2014 : Richtfest im ersten Ikea-Stadtmöbelhaus

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Ikea stemmt ein Pilotprojekt. Das erste innerstädtische Kaufhaus des Möbelgiganten könnte sich für die umliegenden Geschäfte als „Frischzellenkur“ entpuppen, meint der Einzelhandelsverband. Der Rohbau in Hamburg-Altona wird noch aufgehübscht, eingerichtet und 2014 eröffnet.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 18:42 Uhr

Im ersten innerstädtischen Ikea-Möbelhaus in Hamburg ist am Donnerstag Richtfest gefeiert worden. Mehrere hundert Gäste, darunter viele Anwohner des Stadtteils Altona, zog es in den Rohbau. Mit 18.000 Quadratmetern künftiger Verkaufsfläche und vier Parkdecks ist dies ein Pilotprojekt des Unternehmens, das seine Standorte traditionell in Randlagen hat. „Wir freuen uns, dass wir so gut im Zeitplan liegen“, sagt Ikea-Expansionschef Johannes Ferber. Die Eröffnung ist für den 30. Juni 2014 geplant. In Hamburg gibt es bereits zwei weitere Standorte.

Das anfangs umstrittene neue Kaufhaus liegt in Altona an der Haupteinkaufsstraße Große Bergstraße. Diese war heruntergekommen, graue Betonklötze prägten einst dort das Bild. Rund 280 Bauarbeiter sind auf der Baustelle im Einsatz, im Januar sollen 70 dazukommen.

5200 Tonnen Stahl und 36.000 Kubikmeter Beton seien verbaut worden, teilte das Unternehmen mit. Zwölf Kilometer Sprinklerleitungen, 620 Kilometer Elektrokabel sowie rund 170 Kilometer Kabel für technische Anlagen wurden demnach verlegt. Die Investitionen sollen sich auf mehr als 80 Millionen Euro belaufen.

Nach der Eröffnung erwartet der Einzelhandel auch Impulse für umliegende Läden. „Das kann für das Umfeld nur spannend werden. Wenn es gut läuft, wird das wie eine Frischzellenkur“, sagte der Sprecher der Hamburger Branche, Wolfgang Linnekogel. Er hofft, dass Kunden des „Frequenzbringers“ Ikea auch die umliegende Gastronomie, Lebensmittel- oder Bekleidungsgeschäfte nutzen werden. Für das Kaufhaus erwartet Ikea durchschnittlich 5000 Besucher täglich, an Wochenenden deutlich mehr.

Um einem von Kritikern befürchteten Verkehrsinfarkt vor Ort vorzubeugen, will der Standort unter anderem Leihtransporter, Möbeltaxen und Transportfahrräder anbieten. Die Parkdecks des neungeschossigen Gebäudes halten 730 Parkplätze vor. 250 Mitarbeiter sollen in dem Möbelhaus tätig sein.

Ikea setzte zuletzt rund 3,9 Milliarden Euro im Jahr bundesweit um, das sind 14 Prozent der Konzernerlöse. Der Möbelanbieter hat im Norden auch Projekte in Lübeck und Bremerhaven in Bau und Planung.

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