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Universitätsklinikum SH : Rekordminus von 38 Millionen Euro

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Schlechter sah es noch nie aus: Das Defizit des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) fällt für das ablaufende Jahr viel höher als erwartet aus. Hoffnung macht die neue Regierung in Berlin.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 18:43 Uhr

Kiel | Mit dem größten Defizit seiner Geschichte – 38 Millionen Euro – schließt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) das Jahr 2013 ab. Das Defizit werde etwa 10 Millionen Euro höher ausfallen als prognostiziert, teilte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer am Montag in Kiel mit.

Die Vergütung für medizinische Leistungen, der sogenannte Basisfallwert, sei im Ländervergleich in Schleswig-Holstein bisher am niedrigsten. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD biete aber Perspektiven für eine Verbesserung: die Angleichung des Basisfallwertes und die Einführung eines Systemzuschlags für die Uni-Kliniken.

Fischer betonte die Notwendigkeit der von der Landesregierung auf den Weg gebrachten Reformen für das UKSH. Die Bundesinitiativen für Basisfallwert und Systemzuschlag, die Prüfung der Ambulanzen und der Extremkosten, die Prüfung der Einkommensstrukturen sowie die Reform der baulichen Sanierung. Diese Maßnahmen dürften sich im Haushalt 2015 niederschlagen. Eine Privatisierung des UKSH werde ausgeschlossen.

Die Entwicklung in den privatisierten Universitätskliniken in Deutschland zeige, dieser Weg bringe keinen Erfolg. Von den 38 Universitätskliniken werden laut Fischer im kommenden Jahr voraussichtlich 32 rote Zahlen schreiben.

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