zur Navigation springen

Erntebilanz 2014 : Rekordernte für Schleswig-Holsteins Getreidebauern

vom

Hohe Erntemengen und niedrige Preise: Die Getreidebauern im Land haben nur teilweise Grund zur Freude. Am Mittwoch will der Landwirtschaftsminister die offiziellen Erntezahlen bekanntgeben.

Rethwisch | Schleswig-Holsteins Landwirte haben in diesem Jahr soviel Getreide geerntet wie lange nicht mehr. Insgesamt seien rund 2,3 Millionen Tonnen Weizen und Roggen eingebracht worden, das seien 34 Prozent mehr als 2013, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Claus Heller, bei der Vorstellung der Erntebilanz am Mittwoch in Rethwisch (Kreis Stormarn).

Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem tollen Ergebnis, das die Leistungsfähigkeit des schleswig-holsteinischen Agrarsektors belege. Jede Erntesaison führe aber auch immer wieder vor Augen, wie eng Landwirtschaft und Umwelt zusammenhingen, sagte der Minister. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer wurden bei Weizen, Gerste und Raps überdurchschnittliche Erträge erzielt. Die Erzeugerpreise für Getreide lägen dagegen unter dem Durchschnitt, sagte eine Kammersprecherin.

Wegen des milden Wetters im Winter und im Frühjahr konnte in diesem Jahr ein bis zwei Wochen früher mit der Ernte begonnen werden als in Durchschnittsjahren. Die Zunahme liegt auch an einer Ausweitung der Getreideanbaufläche im Land. Die ist nach Angaben des Statistikamtes Nord im Vergleich zu 2013 um sieben Prozent auf knapp 300.000 Hektar angewachsen. Die Rapsanbaufläche ist dagegen um zwölf Prozent auf rund 99.000 Hektar geschrumpft. Hier rechnen die Landwirte mit einer Erntemenge von rund 432.000 Tonnen, das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr.

Weizen ist nach Angaben der Landwirtschaftskammer mit einem Anteil von rund 67 Prozent an der Anbaufläche die wichtigste Getreideart in Schleswig-Holstein. Auf Gerste entfallen rund 18 und auf Roggen 9 Prozent. Auf den übrigen Flächen werden Futtergetreidesorten wie Hafer angebaut.

Da Schleswig-Holstein einen großen Teil seiner Getreideernte exportiert, hängen die zu erzielenden Preise nicht nur von der Qualität, sondern auch von Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt ab. Wegen weltweit guter Ernten vor allem bei Weizen und Raps rechnet die Kammer hier mit niedrigeren Preisen.

zur Startseite

von
erstellt am 20.08.2014 | 14:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen