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Provinzial-Fusionsgespräche : Rechtsform bleibt umstritten

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Die Gespräche über eine Fusion der regionalen Versicherer Provinzial Rheinland und Provinzial Nordwest treten kurz vor der Ziellinie auf der Stelle. Im Streit um die Rechtsform des künftigen Unternehmens beharrt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) auf einer Aktiengesellschaft.

Münster | Der LWL-Finanzausschuss stimmte mit großer Mehrheit bei nur einer Gegenstimme für die Pläne von Verbandschef Wolfgang Kirsch. Der LWL ist mit 40 Prozent an der Provinzial Nordwest beteiligt.

Bei einer privatrechtlichen Lösung besteht für den LWL dem Vernehmen nach ein geringeres Haftungsrisiko als bei einer Anstalt Öffentlichen Rechts, die von den Verhandlungsführern im Rheinland favorisiert wird. Den Kommunalpolitikern in Westfalen-Lippe stecken noch die WestLB-Krisen und deren Abwicklung in den Knochen. Der LWL musste als Anteilseigner laut Verbandsangaben seit 2003 über 260 Millionen Euro in die Bankenrettung pumpen. Bei anderen wichtigen Fragen wie dem Fusionskonzept scheint dagegen Einigkeit zu herrschen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte die Fusionsgespräche vor neun Monaten angestoßen. In der Belegschaft der Provinzial Nordwest hatten Befürchtungen über einen möglichen Verkauf an die Allianz für Unruhe und Proteste gesorgt. Der Allianz wurde ein Interesse an der Provinzial Nordwest nachgesagt, bestätigt wurde das aber nie. Ein Scheitern der Fusionsgespräche würde im Sparkassenlager Hoffnungen zunichtemachen, erhebliche Kostenvorteile heben zu können. An beiden Provinzial-Versicherungen sind regionale Sparkassenverbände in größerem Umfang beteiligt.

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erstellt am 10.10.2013 | 17:45 Uhr

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