Nord-Ostsee-Kanal : Ramsauer rechnet mit weiteren NOK-Sperrungen

Für den 375 Millionen Euro teuren Bau einer zusätzlichen Schleuse in Brunsbüttel war am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Foto: dpa
Für den 375 Millionen Euro teuren Bau einer zusätzlichen Schleuse in Brunsbüttel war am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Foto: dpa

Der Ausfall mehrerer Schleusen legte im März die wichtigste Wasserstraße für große Schiffe lahm. Ein Szenario, das sich laut Verkehrsminister Ramsauer wiederholen könnte.

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07. April 2013, 04:23 Uhr

Schwerin/Brunsbüttel | Bis zur geplanten Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals könnte es nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erneut zu Behinderungen im Schiffsverkehr kommen. "Weitere Notreparaturen und vorübergehende tageweise Sperrungen sind nicht auszuschließen", sagte der Minister der "Schweriner Volkszeitung".

"Wir bauen gerade eine schnelle Eingreiftruppe mit Spezialisten für plötzlich auftretende technische Probleme an den Schleusen auf", sagte der Minister. Nach dem Ausfall mehrerer Schleusen im März war die wichtige Wasserstraße für große Schiffe vorrübergehend gesperrt worden.

Ramsauer wies Kritik zurück

Ramsauer wies Kritik an seinem Krisenmanagement zurück. Der Kanal leide unter einem Sanierungsstau. "Er ist über die letzten beiden Jahrzehnte sträflich vernachlässigt worden", sagte der CSU-Politiker.

Für den 375 Millionen Euro teuren Bau einer zusätzlichen Schleuse in Brunsbüttel war am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Klar sei, dass der "Bau länger als fünf Jahre in Anspruch nehmen" werde, sagte Ramsauer.

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