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A7 über dem Nord-Ostsee-Kanal : Rader Hochbrücke wird Ende August Radar-Hochbrücke

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Vier Säulen sollen das Tempo von Lkw auf der maroden Rader Hochbrücke kontrollieren. Im Herbst wird die Statik geprüft.

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2015 | 16:20 Uhr

Kiel | Vier fest installierte Blitz-Geräte sollen ab September den Verkehr auf der Rader Hochbrücke überwachen - das Land Schleswig-Holstein hat am Montag die Blitzer-Säulen bei einer Spezialfirma aus Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben. Die Geräte sollten noch Ende August installiert werden, sagte Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele laut einer Pressemitteilung. Zusätzlich soll künftig ein Schild vor der Brücken-Zufahrt vor den Radarkontrollen warnen. Auf der Rader Hochbrücke gilt Tempo 60 für Lkw, um das marode Bauwerk zu schützen.

Der Beton bröckelt: Laut Baustatikern hält die Rader Hochbrücke nur noch bis zum Jahr 2026. Im September steht die nächste statische Überprüfung des Bauwerks an. Ergebnisse werden Ende des Jahres erwartet. Im Februar übertrug das Land den Neubau der Kanalquerung der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH), die ihre Gesamtplanungen bis 2023 abschließen und dann mit dem Bau des ersten Teils der Brücke beginnen will. Bis 2026 soll eine Richtungsfahrbahn fertiggestellt sein, über die der Verkehr fürs Erste vierspurig rollen wird. Im selben Jahr soll dann mit dem Abbruch der alten und dem Neubau der zweiten Hälfte der Rader Hochbrücke begonnen werden.

Laut Ministerium liegen die Anschaffungskosten im „niedrigen sechsstelligen Bereich“. Die Möglichkeiten von Kauf und Miete der Geräte seien gegenübergestellt worden, sagte Nägele - mit dem Ergebnis, dass der Kauf ab einer Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren die günstigere Alternative sei.  Für den technischen Betrieb der Anlage seien jährliche Kosten von rund 25.000 Euro zu erwarten.

„Im Fokus haben wir zunächst den Lkw-Verkehr, weil insbesondere zu schnell fahrende Lastwagen den Verschleiß des Brückenbauwerks erheblich beschleunigen“, sagte Nägele. Installation und Betrieb der Anlagen übernimmt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), die Auswertung der Daten die Landespolizei.

Sollte sich herausstellen, dass künftig auch eine intensivere Kontrolle des Pkw-Verkehrs auf der Brücke erforderlich werde, könne die Überwachung auch problemlos auf den Autoverkehr ausgeweitet werden.

Autofahrer müssen außerdem Ende September mit Einschränkungen rechnen: Auf der Brücke wird für Baustatik-Messungen ein überbreites „Unterflurgerät“ eingesetzt, so dass für die jeweilige Richtung zwischen 9 und 16 Uhr nur ein Fahrstreifen befahrbar ist - und zwar vom 21. bis 24. September und am 28. und 29. September.

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