EnBW-Angebot : Prokon-Gläubigerversammlung am 2. Juli

Wie geht es mit Prokon weiter? Wird das Unternehmen an EnBW verkauft? Die Antwort geben die Gläubiger.

shz.de von
15. Mai 2015, 17:11 Uhr

Itzehoe | Die Gläubiger der insolventen Windenergie-Firma Prokon werden am 2. Juli über den weiteren Weg des Unternehmens entscheiden. Diesen Termin hat das Amtsgericht Itzehoe am Freitag festgelegt. Die nichtöffentliche Gläubigerversammlung wird in einer Hamburger Messehalle abgehalten.

EnBW will Prokons Windgeschäft für rund 500 Millionen Euro kaufen. Die rund 300 Mitarbeiter des Kerngeschäfts sollen im Falle eines Verkaufs übernommen werden. Das Unternehmen EnBW mit Sitz in Karlsruhe plant, realisiert und betreibt Windparks in Deutschland, Polen und Finnland. Nach Eon und RWE ist die Energie Baden-Württemberg AG das drittgrößte Energienunternehmen in Deutschland.

Prokon hat insgesamt fast 100.000 Gläubiger, davon mehr als 40.000 Anleger. Sie müssen sich entscheiden zwischen dem Verkauf an den Energiekonzern EnBW und einer genossenschaftlichen Lösung, bei der sie Eigner des Unternehmens blieben. In beiden Fällen würden die Anleger ungefähr die Hälfte ihres Kapitals von insgesamt 1,44 Milliarden Euro verlieren.

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