Festgefahrene Verhandlungen : Piloten von Air Berlin treten in den Warnstreik

Ab Mitte der Woche werden viele Air-Berlin-Flugzeuge am Boden bleiben. Foto: dpa
Ab Mitte der Woche werden viele Air-Berlin-Flugzeuge am Boden bleiben. Foto: dpa

Die Verhandlungen sind festgefahren: Von Mitte der Woche an sind Ausstände bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin zu erwarten.

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19. Juni 2013, 10:00 Uhr

Berlin | Bei der Fluggesellschaft Air Berlin muss ab Mitte der Woche mit Warnstreiks gerechnet werden. Die monatelangen Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag seien festgefahren, die bisherigen Angebote der Arbeitgeber nicht verhandlungsfähig, teilte die Vereinigung Cockpit am Montag mit. Der genaue Termin für den Warnstreik werde rechtzeitig angekündigt, damit sich Passagiere auf Ausfälle einstellen könnten, sagte die Vorsitzende für Tarifpolitik, Ilona Ritter.
Das Cockpitpersonal fordert eine "mittelfristige Heranführung an branchenübliche Gehälter". Derzeit verdienen die Piloten Ritter zufolge deutlich weniger als beispielsweise bei Germanwings oder Condor. Eine mittelfristige Anpassung schließe die kommenden drei Jahre ein. Air Berlin war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Die Fluggesellschaft hatte nach jahrelangen Verlusten 2011 einen Schrumpfkurs begonnen und Flüge gestrichen. Spürbare Erfolge des Sanierungsprogramms "Turbine" erwartet die Airline aber erst im dritten Quartal. Die Pilotengehälter seien nur ein kleiner Teil der Air-Berlin-Bilanz, betonte Ritter. Eine Erhöhung werde weniger zu Buche schlagen, als die Entwicklung der Treibstoffpreise. Ein neuer Verhandlungstermin ist noch nicht angesetzt.

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