Pleite kurz vor Weihnachten : Paracelsus will Krankenhäuser trotz Insolvenz erhalten

Blick auf ein Schild der Paracelsus Kliniken in Osnabrück (Niedersachsen).
Blick auf ein Schild der Paracelsus Kliniken in Osnabrück (Niedersachsen).

500 Mitarbeiter bangen in Schleswig-Holstein im ihre Jobs. Parcelsus betreibt Kliniken auf Helgoland und in Henstedt-Ulzburg.

shz.de von
29. Dezember 2017, 07:24 Uhr

Osnabrück | Die neuen Konzernlenker der insolventen Paracelsus-Kliniken wollen trotz finanzieller Probleme keine Standorte aufgeben. „Es stehen keine Schließungen von Krankenhäusern an“, sagte Reinhard Wichels, der den Umbau der Paracelsus-Kliniken leitet. Ob trotzdem einzelne Ärzte und Pflegekräfte ihre Jobs verlieren, konnte er noch nicht sagen.

Die Paracelsus-Kliniken zählen mit rund 40 Einrichtungen an insgesamt 23 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland.

Bis spätestens Anfang März soll eine Strategie für den Umbau des Klinik-Konzerns stehen. Im Norden beschäftigt Parcelsus in der Nordseeklinik auf Helgoland sowie in einer Klinik in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) insgesamt 500 Mitarbeiter.

Auch ein Verkauf von Krankenhäusern ist laut Wichels kein erklärtes Ziel der Sanierung: „Das Unternehmen hat das Potenzial, im Ganzen zusammen zu bleiben, und das wäre erst einmal im Interesse aller Beteiligten.“ Lediglich für die Paracelsus-Klinik Karlsruhe sucht der Konzern einen Käufer. In anderen Kliniken sei die Schließung und Zusammenlegung verschiedener Abteilungen möglich.

Paracelsus hatte kurz vor Weihnachten Insolvenz angemeldet. Im Konzern arbeiten insgesamt 5200 Menschen.

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