Insolvente Klinikgruppe : Paracelsus will an fünf Standorten Personal abbauen

Das Schild der Paracelsus-Klinik. /Archiv
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Ein Personalabbau bei der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg ist absehbar.

shz.de von
13. Februar 2018, 14:35 Uhr

Osnabrück | Die insolvente Klinikgruppe Paracelsus will an fünf Standorten in Deutschland Stellen streichen, darunter in Schleswig-Holstein. Betroffen seien die Kliniken in Henstedt-Ulzburg, Osnabrück, Karlsruhe, Zwickau und Reichenbach, sagte der Generalbevollmächtigte Reinhard Wichels am Dienstag in Osnabrück.

Auch in der Osnabrücker Konzernzentrale sollen 20 Vollzeitstellen wegfallen. Paracelsus hat deutschlandweit rund 40 medizinische Einrichtungen. In dem Konzern arbeiten 5200 Menschen.

Paracelsus hatte bereits angekündigt, dass bundesweit 400 Stellen abgebaut werden sollen und das Haus in Karlsruhe geschlossen werden soll. An den einzelnen Standorten laufen derzeit Verhandlungen mit den Betriebsräten. Es gebe aber auch Gespräche mit potenziellen Investoren. Er sei überzeugt, dass bis Mitte des Jahres die Neuausrichtung der Paracelsus-Gruppe stehe, sagte Wichels. Kurz vor Weihnachten beantragte das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung.

Die Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg hat 184 Betten und 440 Beschäftigte. Jährlich werden dort etwa 10.000 Patienten stationär behandelt. Die Einrichtung soll, wie die Gewerkschaft Verdi und der Marburger Bund unter Berufung auf Unternehmensangaben berichteten, in der Vergangenheit rote Zahlen geschrieben haben. Vor etwa drei Jahren hatte der Paracelsus-Konzern vergeblich versucht, die Klinik in Henstedt-Ulzburg zu verkaufen.

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