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Filialen in Italien geplant : Optiker Fielmann setzt auf Expansion „mit Augenmaß“

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Zum zehnten Mal in Folge gelingt es dem Unternehmen aus SH, das beste Unternehmensergebnis zu erzielen.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2015 | 15:12 Uhr

Hamburg | Mehr Absatz, mehr Umsatz, mehr Gewinn: Das Fazit des Jahres 2014 lässt sich bei der Optikerkette Fielmann auch nach dem 1. Quartal 2015 ziehen. Von Januar bis März verkaufte Fielmann 1,87 Millionen Brillen (Vorjahresquartal: 1,85 Mio) und steigerte die Konzernerlöse um 3,5 Prozent auf 317,1 Millionen Euro. Der Gewinn erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 44,5 Millionen Euro.

„Es gibt Positives zu berichten. Wir haben zum zehnten Mal in Folge das beste Unternehmensergebnis erzielt“, sagte Günther Fielmann am Dienstag in Hamburg. Der Gewinn legte 2014 um 14,6 Prozent auf 162,8 Millionen Euro zu. Davon sollen die Aktionäre mit einer von 1,45 Euro auf 1,60 Euro steigenden Dividende profitieren. Die Filialkette sei zuversichtlich, ihre Marktposition weiter auszubauen, kündigte der 75 Jahre alte Firmenchef an. Er will weitere Geschäfte vor allem in West- und Süddeutschland eröffnen. Das Wachstum erfolge „mit Augenmaß“, erläuterte Fielmann.

Zehn Standorte kamen 2014 neu hinzu; 687 sind es in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in angrenzenden Ländern. Erstmals sollen nun in Südtirol - Bozen, Brixen, Meran - Filialen eröffnet werden. Das deutschsprachige Italien sei ideal, um sich ein Bild von der dortigen Kundschaft zu machen. „Es gibt dort keine große Anhäufung von Optiker-Ketten“, ergänzte Finanzvorstand Georg Alexander Zeiss.

Auf den Internet-Brillenvertrieb wird weiterhin verzichtet. Eine Korrektionsbrille, die nicht sauber zentriert sei, mache gesundheitliche Probleme, sagte der Vorstandschef. Auch die Anpassung könne der Internetversand nicht leisten, kritisierte er. Zu den Werbespots der Firma sagte er: „Wir casten nicht. Wir bezahlen auch keine Schauspieler. Wir interviewen Fielmann-Kunden.“

Die Konkurrenz der Internet-Anbieter fürchtet Fielmann nicht. Auch wenn der nach eigenen Angaben führende Online-Optiker in Europa, Mister Spex (Berlin), bereits mit 500 stationären Augenoptikern kooperiert, die den Kundenservice übernehmen. „Wir kämpfen eher um kürzere Wartezeiten in unseren Läden“, sagte Fielmann. 2014 verkaufte die Filialkette 7,6 Millionen Brillen und steigerte die Konzernerlöse um sechs Prozent auf 1,23 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Der Umsatz von Mister Spex stieg nach Firmenangaben 2014 um 38 Prozent auf 65 Millionen Euro. Das 2007 gegründete Unternehmen wies demnach erstmals schwarze Zahlen aus.

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