Nur der Fachkräftemangel kann das Handwerk im Norden stoppen

Till Lorenz ist Mitglied der Wirtschaftsredaktion. von
12. Januar 2015, 17:41 Uhr

Die Weltkonjunktur interessiert das Handwerk in Schleswig-Holstein derzeit wenig. Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland lässt die Betriebe im Norden überwiegend kalt. Einzig den Kampf um Mitarbeiter sehen die Unternehmen im Land zunehmend als Herausforderung. So lassen sich die Zahlen verstehen, die die Handwerkskammer Schleswig-Holstein gestern veröffentlicht hat.

In der Konjunkturumfrage für das vierte Quartal 2014 bezeichnete fast die Hälfte (49 Prozent) der Betriebe die Geschäftslage als gut, 42 Prozent nannten sie befriedigend. Gerade einmal noch neun Prozent stuften sie als schlecht ein. Damit blieben die Zahlen auch nur knapp unter den Ergebnissen vom Vorjahresquartal. Damals konnte die Handwerkskammer auf 93 Prozent der Betriebe hinweisen, die ihre Stimmung als gut oder befriedigend einstuften. Im Kammerbezirk Flensburg konnte dieser Wert in der aktuellen Umfrage sogar übertroffen werden. Das Handwerk profitiert weiterhin von niedrigen Zinsen sowie einer starken Konsumnachfrage.

„Das Handwerk beweist, gerade angesichts der aktuellen Konjunkturdelle, einmal mehr seine stabilisierende Funktion“, sagte Kammer-Präsident Günther Stapelfeldt. Die größte Herausforderung werde auch in diesem Jahr darin liegen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.

16 Prozent der Betriebe erwarten, dass es im aktuellen Quartal nochmals aufwärts geht, sich die Geschäftslage verbessert. Immerhin jeder Fünfte (19 Prozent) erwartet inzwischen allerdings eine Verschlechterung.

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