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Brief an Merkel : Notfallplan für Nord-Ostsee-Kanal gefordert

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Eine Woche lang soll der Nord-Ostsee-Kanal bestreikt werden: In einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel fordert die maritime Wirtschaft eine schnelle Lösung.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 13:03 Uhr

Kiel | Angesichts der angekündigten Schleusenstreiks fordert die maritime Wirtschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen sofortigen Notfallplan für den Nord-Ostsee-Kanal (NOK). „Der Notfallplan muss am Montagmorgen stehen“, sagte Jens B. Knudsen, Vorsitzender der Initiative Kiel-Canal, eines Bündnisses von Wirtschaft, Verbänden und Politik zur Sanierung und dem Ausbau des NOK, am Freitag in Kiel. Die Reedereien müssten vor Streikbeginn am Montagmorgen wissen, ob der Betrieb der meistbefahrenen Wasserstraße der Welt aufrechterhalten werden könne.

Den Brief hatten laut Knudsen mehrere maritime Verbände und die Initiative Kiel-Canal am Montag an Merkel geschickt. Ein Antwort liege noch nicht vor. Den Brief stellte Knudsen nicht zur Verfügung.

Verdi hat bundesweit zu einem siebentägigen Streik an zahlreichen Schleusen aufgerufen, darunter auch am NOK. Hintergrund des Arbeitskampfes ist die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Deutschland. Verdi befürchtet, dass bundesweit 3000 von 12.000 Arbeitsplätzen wegfallen.

Unterdessen haben die Ministerien für Verkehr, Finanzen und Inneres in einem gemeinsam Schreiben an alle WSV-Beschäftigten noch einmal die soziale Absicherung der Reform unterstrichen. Demnach sollen betriebsbedingte Kündigungen, Versetzungen gegen den Willen der Betroffenen und finanziellen Einbußen ausgeschlossen sein. „Aus Sicht der Bundesregierung ist damit die Sozialverträglichkeit der Reformmaßnahmen bei der WSV umfassend gewährleistet“, heißt es nach dpa-Informationen in dem Schreiben.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte bereits in einem früheren Schreiben entsprechende Zusagen gemacht. Verdi besteht aber darauf, Zusagen in einem Tarifvertrag verbindlich zu verankern.

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