Strategische Ausrichtung : Nordzentren setzen noch stärker auf länderübergreifende Kooperation

Ist stark in Sachen Mikrotechnologie: das IZET in Itzehoe. Foto: sh:z
Ist stark in Sachen Mikrotechnologie: das IZET in Itzehoe. Foto: sh:z

Die 18 Technologie- und Gründerzentren in Schleswig-Holstein haben ihre strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre festgelegt.

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06. September 2011, 08:53 Uhr

Itzehoe | Ein Schwerpunkt ist die Förderung und Betreuung neuer Technologiegründungen. "Da wollen wir viel mehr machen", sagt der Sprecher der Nordzentren, Professor Ralf Thiericke vom IZET Innovationszentrum. Die Technologiezentren wollen nicht nur mehr Gründer ansprechen, sondern diese auch dabei unterstützen, sich noch besser zu vernetzen. Zu vernetzen mit künftigen Kunden, mit Forschungseinrichtungen und mit Firmen, mit denen möglicherweise Kooperationen denkbar sind. Nach Informationen von Thiericke sind unter anderem Veranstaltungen geplant, um Unternehmer, Hochschulen und Forschungsinstitute zusammenzubringen.
Weiter wollen die Nordzentren künftig stärker auf länderübergreifende Kooperationen setzen. So wird Ende September eine Delegation der Technologiezentren aus Dänemark erwartet. Das Ziel: Eine noch bessere Vernetzung mit der Wirtschaft des nördlichen Nachbarlandes. Das Gleiche gilt mit Blick auf Hamburg. 2012 findet die Jahrestagung der bundesweiten Vereinigung der Technologiezentren (ADT) in der Hansestadt statt. Eine Veranstaltung, bei der sich die Nordzentren präsentieren wollen.
"Erfolgsspur" soll weiter ausgebaut werden
Die etwa 500 dort angesiedelten Firmen mit insgesamt 2700 Arbeitsplätzen haben 2010 einen Gesamtumsatz von mehr als 250 Millionen Euro erwirtschaftet. Thiericke: "Wir haben in den Zentren derzeit eine sehr gute Auslastung zwischen 70 und 95 Prozent auch in wirtschaftlichen Randgebieten." Diese "Erfolgsspur" solle nun weiter ausgebaut werden.
1986 sind in Flensburg und Lübeck die ersten Technologie- und Gründerzentren an den Start gegangen. Ein Vierteljahrhundert später sind es 18 Häuser, die sich über das ganze Land verteilen. Die Nordzentren gelten als "Wirtschaftskümmerer vor Ort", bei denen junge Unternehmen zahlreiche Dienstleistungs-, Informations- und Bildungsangebote bekommen. Die einzelnen Standorte haben unterschiedliche Schwerpunkte. Während das IZET in Itzehoe beispielsweise stark in Sachen Mikrotechnologie ist, ist das Lübecker Zentrum stark in Sachen Medizintechnik.

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