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Schleusen besetzt : Nord-Ostsee-Kanal: Verkehr läuft normal

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Kein Umweg durch den Skagerrak: Die Reeder bleiben dem Nord-Ostsee-Kanal treu. Am Montag passierten so viele Schiffe wie üblich die Wasserstraße. Nach der jüngsten Streikankündigung hatte es zunächst Sorgen gegeben, Schiffe würden den Kanal meiden.

Kiel | Nach dem vorerst abgesagten Schleusenstreik ist der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) am Montag normal angelaufen. Auch nach dem Schichtwechsel um 14 Uhr seien alle Arbeitsplätze planmäßig besetzt worden, sagte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord. „Bereits am Morgen waren an der Schleuse in Kiel-Holtenau alle Beschäftigten rechtzeitig erschienen.“ 

Wegen Reparaturarbeiten kam es allerdings zu längeren Wartezeiten von bis zu drei Stunden an den Schleusen. Auch Jens Knudsen von der Initiative Kiel-Canal bestätigte einen weitgehend routinemäßigen Schiffsverkehr. „Man hatte genug Zeit, um zu reagieren“, sagte der Vorsitzende des Bündnisses von Wirtschaft, Verbänden und Politik für den Ausbau der Wasserstraße. Knudsen kritisierte aber, der angekündigte Streik habe an der Zuverlässigkeit des Nord-Ostsee-Kanals gerüttelt.

Die Gewerkschaft Verdi hatte vergangene Woche einwöchige bundesweite Streiks auf Wasserstraßen von diesem Montag an angekündigt, nach Zugeständnissen von mehreren Bundesministerien aber ausgesetzt. Trotzdem war der Schleusen-Betrieb in anderen Bundesländern teilweise lahmgelegt. Der Streik hatte nicht mehr rechtzeitig abgesagt werden können. Verdi will eine umfangreiche soziale Absicherung der Beschäftigten bei der geplanten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) erzwingen.

In dem seit Monaten schwelenden Konflikt geht es um die vom Bund geplante WSV-Reform. Dabei soll die Zahl der Behörden bis 2020 von derzeit 53 auf 34 sinken, die der Beschäftigten ohne Entlassungen von 12.500 auf rund 10.000.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 17:58 Uhr

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