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Schleuse in Brunsbüttel : Nord-Ostsee-Kanal: Bau der fünften Schleusenkammer verzögert sich

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Im April begannen die Bauarbeiten für die fünfte Schleuse in Brunsbüttel. Doch seit Wochen passiert dort kaum noch etwas.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2015 | 11:23 Uhr

Brunsbüttel | Sie ist ein riesiges und teures Bauprojekt: Im April haben die lange geplanten Bauarbeiten für die fünfte Schleuse in Brunsbüttel begonnen. Doch seit einigen Wochen tut sich auf der Großbaustelle nichts mehr. Nach Informationen von ndr.de und dem Schleswig-Holstein-Magazin hat das eine Bauverzögerung von einem Jahr zur Folge.

Für die Reeder hätte eine Bauverzögerung der fünften Schleusenkammer finanzielle Folgen. Der Grund: Die Schiffe müssten öfter Umwege in Kauf nehmen.

Warum sich nichts tut, darüber würden Reeder und Hafenbetreiber rätseln. Denn Baumaschinen und Container seien längst aufgestellt. Die fünfte Schleuse wird gebaut, um die übrigen Schleusen zu entlasten und größeren Schiffen Platz zu bieten. Denn die marode Technik der Schleusenanlagen, die zum Teil noch aus der Kaiserzeit stammen, hatte in der Vergangenheit schon öfter zu Behinderungen geführt. Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene Wasserstraße der Welt.

„2020 wird das erste Schiff durchgehen“, hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bei einem Besuch der Schleuse im Februar 2014 angekündigt. Dieses Datum dürfte nun laut NDR-Bericht nicht mehr einzuhalten sein. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel wolle sich am Donnerstag zum Stillstand auf der Baustelle äußern.

Der Ältermann der Lotsenbrüderschaft Nord-Ostsee-Kanal, Michael Hartmann, sagte gegenüber dem NDR, dass es Schwierigkeiten bei der Munitionsräumung sowie technische Probleme bei der Gründung für die neue Schleusenkammer gegeben habe.

 

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