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Tourismus in SH : Millionen-Investitionen: Die Küste boomt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

1500 neue Betten gibt es im Land. Das Wirtschaftsministerium will Tourismusprojekte weiter fördern.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 18:57 Uhr

Kiel | Die Sonne lacht, wenn sie auf Schleswig-Holsteins Küsten schaut: Dort hat sich in den vergangenen Monaten Beachtliches getan. In den Ferienhochburgen an Nord- und Ostsee wurden Millionen in neue Standpromenaden, Seebrücken und Hotels investiert.

Allein zwischen Timmendorfer Strand und Heiligenhafen werden in diesem Jahr 1500 zusätzliche Betten bereitstehen. Einen ähnlichen Bauboom erlebt derzeit St. Peter-Ording, das sich vom bedächtigen Badeort zum Eldorado anspruchsvoller, sportiver Urlauber mausern – mit gediegenen und vor allem außergewöhnlichen Hotelneubauten für eine neue Generation von Urlaubern. Auch auf Sylt, in Büsum, Pelzerhaken und Grömitz wird kräftig „aufgerüstet“.

Für den Interimschef der schleswig-holsteinischen Tourismusagentur (Tash), Dirk Nicolaisen, ist das nicht nur eine „höchst erfreuliche Entwicklung“, sondern auch der Beweis dafür, „dass sich öffentliche und private Investitionen wechselseitig befruchten“. Dort, wo mit Steuermillionen neue, schicke Promenaden, Bäder und Brücken entstehen, deuten das Investoren als Startsignal: „Mit einer Qualitätsoffensive wird hier dem Charme der 60er Jahre der Kampf angesagt“, beschreibt der Tash-Chef die Situation. Inzwischen habe sich herumgesprochen, dass es die Landesregierung mit ihrer neuen Tourismusstrategie ernst meint. Die lautet: „Mehr Wertschöpfung durch mehr zufriedene Gäste “, betont Nicolaisen. „Die Gäste vergleichen heute, sie sind reiseerfahren, haben gesehen, was andere Urlaubsorte ihnen bieten“.

Ein Ende des Baubooms an den Küsten ist derzeit nicht abzusehen. Es sind noch zahlreiche Projekte in der Pipeline, berichtet Nicolaisen, der zugleich Chef der IHK Flensburg ist. „Es bestehen gute Chancen, dass etliche davon auch realisiert werden.“

Das passt exakt in die Strategie von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), der die Wettbewerbsposition Schleswigs-Holsteins verbessern will. Noch rangiert der Norden bei der Gästezufriedenheit nur auf Platz sieben im bundesweiten Vergleich der Ferienregionen. „Das Land wird auch in Zukunft, sofern es möglich ist, sinnvolle Tourismusprojekte fördern“, kündigte er am Wochenende in Kiel an. „Nur wenn wir mit unseren Anstrengungen nicht nachlassen, können wir gegenüber unseren Mitbewerbern weiter Boden gutmachen“.

Das scheint jetzt zu klappen: Mit der neuen Generation von Unterkünften ist der Norden laut Tash auf einem guten Weg. Für Surfer und andere Wassersportbegeisterte entsteht zum Beispiel in Pelzerhaken an der Ostsee ein Feriendorf im hawaiianischen Stil. Luxus in hochherrschaftlichem Ambiente bietet dagegen das Schlossgut Weißenhaus an der Hohwachter Bucht. Lifestyle-Hotels wie in St. Peter und Husum oder das vier Sterne „A-ja Ressort“ in Grömitz – das alles passt zu der Devise: schöner Urlauben an der See. Die guten Übernachtungszahlen seit Jahresanfang sind laut Nicolaisen nicht nur dem prima Wetter sondern auch den neuen attraktiven Angeboten in den Seebädern geschuldet.

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