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Mercedes plant Verkauf von Autohäusern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Konzern überprüft seine Vertriebsstruktur in Norddeutschland

Unruhe bei den Mercedes-Niederlassungen in Norddeutschland: Der Autohersteller ordnet seine Vertriebsstrukturen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern neu. Wie Konzernsprecherin Konstanze Fiola unserer Zeitung bestätigte, wurden gestern in den konzerneigenen Mercedes-Benz-Niederlassungen in Schwerin und Rostock sowie in Kiel und Lübeck die Mitarbeiter informiert. „Die heute zur Region Ostsee gehörenden Standorte werden künftig als Vertriebsdirektion Ostsee geführt“, antwortete Fiola auf Anfrage. „In einer zweiten Phase sollen die Mercedes-Häuser in Kiel, Bad Oldesloe, Mölln, Schwerin, Valluhn, Rostock, Rostock-Schutow und Upahl zum Verkauf angeboten werden.“ Dies sei Teil einer Strategie: „Ziel ist es, in einem weitestgehend gesättigten deutschen Markt langfristig wirtschaftlich und profitabel agieren zu können und somit Arbeitsplätze zu sichern.“ Zu den Maßnahmen zählten Fusionen und damit die Schaffung von Vertriebsdirektionen, aber auch die Veräußerung einzelner Standorte. Als aussichtsreich gelten bei den Käufern zwei Autohäuser aus Mecklenburg-Vorpommern – neben dem „Autohaus Boris Becker“ mit drei Standorten unter anderem in Stralsund und Greifswald ist das der in Güstrow (Landkreis Rostock) ansässige Händler BrinkmannBleimann (sieben Standorte in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Geesthacht) mit rund 430 Mitarbeitern und 132 Millionen Euro Jahresumsatz. Der Vorsitzende Geschäftsführer Knut Brinkmann zeigte sich überrascht: „Da wissen Sie mehr als ich. Wenn Mercedes-Benz aber auf uns zukommt, werden wir uns Gesprächen nicht verschließen. Wir kennen und schätzen die Kollegen sehr.“

Konzernsprecherin Fiola betonte, Daimler suche nur Unternehmer mit Top-Reputation. „Tariftreue und dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg stehen dabei ganz oben. Bevor wir Verträge schließen, prüfen wir unsere Partner genau nach einem bewährten Regelwerk.“ Wann etwas zum Verkauf stehe, hänge vom Verlauf der Gespräche mit dem Betriebsrat ab. „Fest steht, dass wir uns an bestehende Verträge halten. Eine Veräußerung von Niederlassungen wird es also nicht vor dem Jahr 2016 geben.“ Die Veräußerung einzelner Standorte jedoch wie auch die Fusion zu Niederlassungsverbünden sei sofort möglich.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 20:01 Uhr

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