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Bausparkasse LBS : Mehr Verträge als jemals zuvor

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Die LBS Schleswig-Holstein-Hamburg hat am Dienstag ihre Zahlen für das vergangene Jahr in Kiel präsentiert. Der Marktführer im Norden freut sich vor allem über neue Kunden im jungen Segment.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 16:55 Uhr

Kiel | Immer mehr junge Leute denken über einen Bausparvertrag nach. Diese Entwicklung sei einer der Hauptgründe, warum die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg im vergangenen Jahr das beste Neukundengeschäft ihrer 85-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt hat. Mehr als 51.000 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 1,85 Milliarden Euro wurden abgeschlossen.

Gegenüber 2012 stieg die Zahl der Neuverträge um 7,8 Prozent, die Bausparsumme um 8,7 Prozent. „Sowohl im Bausparneugeschäft als auch in der Baufinanzierung konnten wir Bestmarken erreichen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Peter Magel. Mit einhergehend verzeichnete das Unternehmen zudem einen Kundenzuwachs.

Zum Ende des vergangenen Jahres hatte die Bausparkasse 333.000 Kunden. 3000 mehr als ein Jahr zuvor (+0,6 Prozent). Jedoch fiel die Zahl der abgeschlossenen Verträge um dieselbe Zahl auf 446.000. Die Bausparsumme erhöhte sich allerdings von 13,7 auf 14 Milliarden Euro. Die guten Zahlen habe man vielen neuen Kunden unter 20 Jahren zu verdanken, die mittlerweile über 20 Prozent der Gesamtkundschaft ausmachen. Ein Spezialtarif für Kunden unter 21 Jahren helfe diese Entwicklung fortzuführen.

Allerdings sank im Vergleich zum Vorjahr der Gewinn auf nur noch 3,9 Millionen Euro. Auch beim Netto-Neukundengeschäft, für das nicht nur die abgeschlossenen Verträge, sondern auch die bezahlten Abschlussgebühren gezählt werden, verlor die LBS 0,1 Prozentpunkte ihres Marktanteils, der jetzt 33,1 Prozent beträgt. „Wir nehmen diese Verluste aber ganz bewusst an, da wir in diesem Jahr viele Zukunfstinvestitionen getätigt haben", sagte Magel am Dienstag.

Man verfolge eine nachhaltige Wachstumsstrategie, so Magel. Auch die Tochterfirma LBS-I, die sich um die Immobiliensparte der Bausparkasse kümmert, wächst stetig weiter. Nach eigenen Angaben sei man bereits der größte Makler in Schleswig-Holstein und habe im Vorjahr 1.331 Objekte vermittelt. Obwohl die LBS-I 2012 noch 1.348 Objekte vermarktete, stieg das Kaufpreisvolumen 2013 mit insgesamt 194,8 Millionen Euro um 1,8 Prozent. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie stieg dabei um 6,3 Prozent auf 151 000 Euro.

Momentan sei der Immobilienmarkt aber schwer zu bearbeiten, so Magel. „Das Problem ist, dass die Verkäufer gerade keine guten Alternativen für ihr Erspartes haben", sagt der Vorstandschef. Anstatt die Einnahmen aus ihren Verkäufen anzulegen oder zu verzinsen, seien sie der Meinung, dass das Haus eine bessere Geldanlage ist. Dennoch rechnet der Vorstandschef mit einem starken Immobilienvermittlungsgeschäft für das kommende Jahr.

Auch für die Bauspar- und Finanzierungsgeschäfte erwartet Magel ein gutes Jahr. Die Wirtschaftsverhältnisse in Deutschland seien gut. „Das spielt auch in unsere Karten“, sagte Magel. Mehr Menschen könnten sich ein Eigenheim leisten und einen Bausparvertrag sähen weite Teile der Bevölkerung als einen guten Einstieg. Probleme bereitet der LBS stattdessen der Gesetzgeber: „Ob die vielen kommenden regulatorischen Anforderungen nötig sind, bezweifle ich“, erklärte Magel. Man sei keine Bank, die das Geld ihrer Kunden riskiere, müsse aber dennoch mit ihnen konkurrieren. „Das ist aber nicht fair, wenn sie im Pleitefall vom Steuerzahler gerettet werden“, beschwert sich der Vorstandschef. Eine Radikalkur, um die erhöhten Eigenkapitalquoten zu erfüllen, müsse und werde es aber nicht geben, versicherte der Vorstand.

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