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Zahlen für November : Mehr Arbeitslose in SH – weniger in Hamburg

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Im November müssen sich jedes Jahr Menschen arbeitslos melden, da ihre Arbeit in der kalten Saison nicht gefragt wird.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 10:27 Uhr

Kiel/Hamburg | In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im November leicht gestiegen. Sie lag bei 94.300 und damit um 1400 höher als im Oktober, wie die Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte. Der Anstieg sei saisonal bedingt. Im Vergleich zum November 2014 ging die Zahl der Arbeitslosen um 220 oder 0,2 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt zurzeit 6,2 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen seien die niedrigsten in einem November seit 23 Jahren.

Die Arbeitslosenquote ist zwar wegen mehrerer Faktoren mit Vorsicht zu genießen – dennoch gibt sie ein ungefähres Indiz, wie gut oder schlecht es um Wirtschaft und Wohlstand im Vergleich zu andere Monaten und zu Vorjahren aussieht. Auch zeigt ein Vergleich der einzelnen Städte und Kreise, wo sich ein soziales Ungleichgewicht befindet.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im November in Hamburg weiter zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich ihre Zahl um 1,5 Prozent oder 1076 auf 70.473. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Hamburg am Dienstag mitteilte, ging die Arbeitslosenquote im Vergleich mit dem Vormonat von 7,3 Prozent auf 7,1 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat lag sie bei 7,2 Prozent. Die absolute Zahl der Arbeitslosen war verglichen mit dem November des Vorjahres um 0,1 Prozent höher. Auch wenn dieser Vergleich kaum Veränderungen vermuten lasse, pulsiere der Arbeitsmarkt auch zum Jahresende kraftvoll und verlässlich, teilte der Chef der Hamburger Arbeitsagentur mit.

Woher kommt die Arbeitslosenstatistik?

Die Bundesagentur für Arbeit berechnet die registrierte Arbeitslosigkeit. Diese wird definiert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der sogenannten zivilen Erwerbspersonen, also aller Erwerbstätigen und Arbeitslosen zusammen.

Wer gilt als arbeitslos?

Man ist nicht einfach arbeitslos, nur weil man nicht arbeitet. Arbeitslos ist, wer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, aber mehr als 15 Stunden arbeiten will und jünger als das jeweilige Rentenalter ist. Unter registrierter Arbeitslosigkeit werden die Arbeitslosen gezählt, die arbeitslos gemeldet sind.

Wer gilt nicht als arbeitslos?

Nicht als arbeitslos gewertet werden

- Alle, die an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen. Auch alle Arbeitslosen, die durch private Arbeitsvermittler betreut werden, werden nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenstatistik geführt.

- Langzeitarbeitslose, die in Zusatzjobs auf den „Ersten Arbeitsmarkt“ vorbereitet werden, also eine sogenannte Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung haben.

- Personen, die arbeitsunfähig erkrankt sind.

- Arbeitslose, die mindestens 58 Jahre alt sind und wenigstens zwölf Monate Hartz IV beziehen, ohne ein Jobangebot bekommen zu haben.

Was ist die Unterbeschäftigungsquote?

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.

Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus drei Personengruppen:

  1. den Arbeitslosen nach § 16 SGB III,
  2. Teilnehmern an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und
  3. Personen in bestimmten Sonderstatus (vor allem kurzfristig erkrankte Personen).
Wo kann man sich über Jobs im Norden informieren?

Stellenangebote gibt es

- in der Jobbörse der Agentur für Arbeit

- regional auf jobs.sh

- bundesweit auf Internet-Plattformen wie Monster.de oder Stepstone.de

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