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Geschäftsmann aus Flensburg : Marco Hahn: Prozess wegen schweren Betrugs begonnen

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Am Mittwoch begann der Prozess gegen den Investor vor dem Landgericht Kiel. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Kiel | Der Flensburger Finanzinvestor Marco Hahn muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Kiel wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-Jährigen vor, den Hamburger Geschäftsmann Dirk Kessemeier, Mitgesellschafter seiner ehemaligen Beteiligungsgesellschaft „Flymot“, beim Verkauf von Aktien um mehr als vier Millionen Euro geschädigt zu haben.

Der Angeklagte, der seit Jahren in der Schweiz lebt, habe vorgetäuscht, dass sich Aktien des ehemaligen Hamburger Flugzeugmotorenherstellers Thielert AG noch im Besitz der Gesellschaft befänden. Tatsächlich habe Hahn die Aktien verkauft und den Gewinn selbst eingestrichen, ohne seinen Geschäftspartner zu informieren. Als Kessemeier bei der „Flymot“ ausstieg und ausbezahlt wurde, soll Hahn einen niedrigeren Aktienkurs abgerechnet haben, als er selbst beim Verkauf der Aktien erzielt hatte, so der Vorwurf. Dadurch soll Kessemeier ein Millionenverlust entstanden sein.

Im Fall einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine mehrjährige Haftstrafe.

Der Prozess, der schon im Februar beginnen sollte, wurde am Mittwoch nach Verlesung der Anklage unterbrochen, ohne dass sich Marco Hahn zu dem Vorwurf äußerte. Die Verteidigung rügte die Anklage als unübersichtlich. Für das Verfahren sind bislang sieben Termine bis Anfang Mai geplant.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 17:40 Uhr

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