US-Investoren : Landtag soll im April über Verkauf der HSH Nordbank abstimmen

Die Türen der HSH Nordbank dürfen nicht geschlossen werden.
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Hamburg und Schleswig-Holstein hatten der HSH Nordbank Garantien in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro gegeben.

Investoren aus den USA und Großbritannien wollen die Bank übernehmen. Die Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich.

shz.de von
01. März 2018, 18:56 Uhr

Kiel | Einen Tag nach dem Verkauf der HSH Nordbank an Investoren für etwa eine Milliarde Euro hat der Finanzausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags über zentrale Aspekte des Geschäfts beraten. „Wir haben uns vom Finanzministerium den Nachweis geben lassen, dass der Verkauf für das Land tatsächlich günstiger kommt als eine Abwicklung“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Thomas Rother (SPD) nach der Sitzung am Donnerstag in Kiel. Der Landtag werde voraussichtlich im April über den Verkauf abstimmen. Die notwendige Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich.

Außerdem soll laut Rother der Landtag einen Nachtragshaushalt beschließen. Dabei gehe es darum, dass das Land die Kredite für die absehbar zu zahlenden Garantien für die HSH Nordbank aufnehmen könne. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten der HSH Nordbank Garantien in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro gegeben.

Rotter will den Businessplan der neuen Investoren für die HSH Nordbank prüfen – insbesondere darauf, ob es Angaben gibt über die Zukunft des Standortes Kiel. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte gesagt, dass die Käufer keine Zusagen für Kiel gemacht hätten.

Der Businessplan ist nach Angaben Rothers eine Anlage des Kaufvertrags. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat befürchten, dass hunderte Arbeitsplätze vor allem in Kiel oder sogar der ganze Standort verloren gehen. Derzeit hat die HSH Nordbank 700 Mitarbeiter in Kiel und 1050 in Hamburg, konzernweit insgesamt etwa 2000.

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