Wattenmeer : Krabbenfischer fahren Rekorderlöse ein

Die Fangmengen der Krabbenfischer waren 2013 durchschnittlich, ihre Einnahmen aber so hoch wie nie.
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Die Fangmengen der Krabbenfischer waren 2013 durchschnittlich, ihre Einnahmen aber so hoch wie nie.

Die Menge der gefangenen Nordseekrabben in diesem Jahr war durchschnittlich. Trotzdem haben die Fischer so viel Geld bekommen wie noch nie, was durch hohe Investitionen wieder aufgebraucht wurde.

shz.de von
27. Dezember 2013, 16:11 Uhr

Hamburg | 6,50 Euro für ein Krabbenbrötchen – im Sommer 2013 waren die Preise für die Schalentiere aus der Nordsee unglaublich hoch. Jetzt zieht der Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischer für das ablaufende Jahr eine positive Bilanz. Denn bei durchschnittlichen Fangmengen haben die Fischer bis zum 31. Oktober laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 53,7 Millionen Euro eingenommen. Damit werde zum Jahresende der Rekorderlös aus 2012 übertroffen, schätzt Claus Ubl vom Verband. Grund zum Jubeln gebe es für die Krabbenfischer jedoch nicht: Reparaturen und Modernisierungen auf den Kuttern und hohe Betriebskosten drücken laut Ubl das Ergebnis.

Als Grund für die hohen Einnahmen wird ein lang anhaltender Winter genannt. Dadurch begann die Fischerei in diesem Jahr einen Monat später als üblich. „Die Lagerbestände waren aufgebraucht. So wurden bereits zu Beginn der Saison sehr gute Preise erzielt“, erklärt Ubl.

Weil der Tourismus an der belgischen und nordfranzösischen Nordseeküste gut angelaufen war, kam es dort im Sommer zu einem anhaltend guten Krabbenabsatz. Das hatte auch Auswirkungen auf Deutschland: „Bis weit in den Sommer hinein wurden für durchschnittliche Fänge Spitzenpreise gezahlt.“ Erst Mitte September fiel der Krabbenpreis auf unter 3 Euro je Kilo.

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