Generalversammlung : Kirchenbank in Kiel stimmt Fusion zu

Das Gebäude der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG (EDG/Kiel).
Das Gebäude der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG (EDG/Kiel).

Wenn es nach dem Willen der Evangelischen Darlehensgenossenschaft in Kiel geht, entsteht die größte Kirchenbank Deutschlands. Die Entscheidung des Fusionspartners in Kassel steht noch aus.

shz.de von
27. Juni 2014, 14:05 Uhr

Kiel | Die Evangelische Darlehensgenossenschaft (EDG) mit Sitz in Kiel hat einem Zusammenschluss mit der Evangelischen Kreditgenossenschaft in Kassel zugestimmt. Die Generalversammlung befürwortete die Fusion am Freitag in Hamburg, teilte das Institut mit. Wenn dem wie erwartet am Montag auch die Bank in Kassel folgt, entsteht die größte Kirchenbank in Deutschland – mit einer Bilanzsumme von acht Milliarden Euro und etwa 500 Mitarbeitern. Im Vergleich zu den Riesen der Branche sind das geringe Dimensionen.

„Unsere Mitglieder haben die zukunftsorientierte Vision der großen und nachhaltig führenden Kirchenbank in Deutschland mitgetragen“, sagte EDG-Vorstandsmitglied Christian Ferchland. Die EDG gehe in die geplante Fusion mit einem erfolgreichen Jahresabschluss 2013. Die Ertragslage habe sich zum Vorjahr verbessert. Der Jahresüberschuss betrug 3,6 Millionen Euro; das Kreditgeschäft wuchs um 168 Millionen auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro.

Kunden von Kirchenbanken sind die Kirchen, diakonische Einrichtungen, Kirchenkreise und -gemeinden sowie Privatkunden. Die Banken in Kiel und Kassel reagieren mit der Fusion auf das niedrige Zinsniveau, gestiegenen Wettbewerbsdruck, strengere aufsichtsrechtliche Anforderungen und Veränderungen in der Kundenlandschaft.

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