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Freitag und Samstag : Karstadt-Mitarbeiter streiken auch in SH

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Die Wochenend-Einkäufe bei Karstadt müssen wohl ausfallen: Verdi ruft die Mitarbeiter zum Streik auf. Auch aus den sieben Kaufhäusern in Schleswig-Holstein werden etliche Mitarbeiter zu Kundgebungen in Hamburg erwartet.

Neuer Ärger für Karstadt: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will den Druck auf das Management der Kaufhauskette erhöhen und hat für heute und morgen bundesweit zu Streiks in den Filialen der Kaufhauskette augerufen. Auch im Norden sollen die Karstadt-Angestellten in den Ausstand treten. „Wir sind voll dabei“, bestätigte Verdi-Nord-Sprecher, Frank Schischefsky auf Anfrage. Kunden müssten mit Beeinträchtigungen aber auch mit geschlossenen Filialen rechnen. Verdi Nord kündigte an, mit streikenden Mitarbeitern nach Hamburg fahren und dort gemeinsam protestieren zu wollen. Zusammengenommen beschäftigt Karstadt derzeit nach Gewerkschaftsangaben rund 900 Mitarbeiter in Schleswig-Holstein und unterhält sieben Häuser an den Standorten Kiel, Flensburg, Lübeck, Norderstedt und Neumünster. Hintergrund des Streiks sind Sorgen der Karstadt-Beschäftigten um die Zukunft der Warenhauskette. Die Gewerkschaft verhandelt seit mehreren Wochen mit der Karstadt-Geschäftsführung über eine Standort- und Beschäftigungssicherung und drängt auf eine Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung. Im Mai dieses Jahres hatte Karstadt die Tarifbindung aufgekündigt – befristet bis 2016.

Zuletzt sorgte die mehrheitliche Übernahme der Karstadt-Luxushäuser sowie der Sport-Häuser durch die österreichische Signa-Holding des Investors Rene Benko für Verunsicherung und stärkte die Angst vor einer Zerschlagung des Konzerns.

„Die Eigentümer Nicolas Berggruen und René Benko müssen endlich deutlich machen, wohin die Reise gehen soll“, betonte Arno Peukes, Verdi-Verhandlungsführer der Kartstadt-Bundestarifkommission. Die Menschen bräuchten endlich Klarheit darüber, dass Karstadt nicht nur als Markenname, sondern auch als zuverlässiger Arbeitgeber erhalten bleibe. Verdi-Nord-Sprecher Schischefsky ergänzte, dass die Berggruen und Benko nicht vergessen sollten, „dass ohne das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Karstadt heute nicht mehr existieren würde“. Durch Verzicht hätten die Beschäftigten bereits mehr als 650 Millionen Euro in das Unternehmen investiert.

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erstellt am 24.Okt.2013 | 16:36 Uhr

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