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Nord-Ostsee-Kanal : Kanal-Ausbau – es kann losgehen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bund legt die Planunterlagen für die Verbreiterung und Begradigung der Oststrecke aus – erste Arbeiten könnten schon in diesem Jahr beginnen.

Kiel | Seit dieser Woche liegen die fertigen Planunterlagen für die Verbreiterung der „Oststrecke“ des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Kiel und Königsförde öffentlich aus – und wenn Bürger oder Verbände in den nächsten sechs Wochen nicht gegen die Pläne klagen, dann können die ersten Bauarbeiten schon dieses Jahr losgehen. Das sagte gestern ein Sprecher des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) dem sh:z. „Im Falle des Baurechts ist vorgesehen, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Zwischenlagerungsfläche für Baumaterialien am Flemhuder See zu beginnen“, sagte der Sprecher. Dass dafür bisher kein Geld im Bundeshaushalt 2014 vorgesehen ist, stehe dem nicht im Weg: „Der Bau der Lagerungsfläche kann aus dem laufenden Wasserstraßenhaushalt finanziert werden“, sagte der Sprecher.

Anders sieht es mit den eigentlichen Tiefbauarbeiten zur Verbreiterung und Begradigung der fast 20 Kilometer langen Oststrecke aus. Um mit den Baggerarbeiten im ersten, westlichen Bauabschnitt zwischen Königsförde und Groß Nordsee starten zu können, müsse der Bundestag insgesamt 70 Millionen Euro im Laufe der nächsten vier Jahre bereitstellen, sagte Dobrindts Sprecher. In diesem Jahr sei allerdings noch „mit keinen wesentlichen Ausgaben zu rechnen“, weil der erste Abschnitt ohnehin erst noch „ausführungsreif geplant und europaweit ausgeschrieben“ werden müsse. Daher sei es auch „unerheblich“, dass dafür im bisherigen Entwurf des Bundeshaushalts für 2014 kein Geld eingeplant ist.

Die weiter östlich liegenden Bauabschnitte des insgesamt 265 Millionen Euro teuren Projekts werden laut Ministeriumsangaben erst nach dem Ausbau des Teilstücks zwischen Königsförde und Groß Nordsee in Angriff genommen – vorausgesetzt der Bund stellt dann genug Geld bereit. Bedingung ist außerdem, dass gleichzeitig mit dem 50 Millionen Euro teuren Ersatzbau für die Levensauer Hochbrücke in Kiel begonnen wird. Läuft alles glatt, könnte das Nadelöhr Oststrecke mit seinen engen Kurven in zehn Jahren endgültig Vergangenheit sein. Bei der Verbreiterung fallen übrigens fast sieben Millionen Kubikmeter Baggergut an, das je nach Beschaffenheit entweder auf Äcker gekippt oder in die Ostsee gebracht wird.

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erstellt am 15.Jan.2014 | 13:57 Uhr

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