Universitätsklinikum : Jetzt droht der unbefristete Streik

Das Ergebnis war eindeutig: 99,3 Prozent aller Gewerkschaftsmitglieder haben sich in einer Urabstimmung für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Nun droht am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) ein unbefristeter Streik des nichtwissenschaftlichen Personals.

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15. März 2008, 02:56 Uhr

Die Gewerkschaft hatte die seit Monaten andauernden Verhandlungen mit dem UKSH- Vorstand über einen Tarifvertrag für die rund 6500 Beschäftigten an den Klinikstandorten Lübeck und Kiel für gescheitert erklärt. Einen noch während der laufenden Urabstimmung unterbreiteten Schlichtungsvorschlag des Vorstandes lehnte die Tarifkommission ab.
Die sei zu spät gekommen, sagte der Verhandlungsführer von Verdi, Steffen Kühhirt. "Wenn die Arbeitgeber ein neues, tragfähiges Angebot vorlegen, sind wir jederzeit zu weiteren Gesprächen bereit. Der Streik ist für uns nur das allerletzte Mittel", sagte er. Scharfe Kritik an der Entscheidung für einen Streik kam dagegen vom UKSH. Der Vorstand des Klinikums, Bernd Kremer, warf der Gewerkschaft einen fahrlässigen Umgang mit dem sehr weitreichenden Angebot der Arbeitgeberseite vor. Das Verhalten sei unverantwortlich und schade dem Ruf der Mitarbeiter und des Klinikums, sagte er.

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