Studie : Jede zweite Frau in SH und Hamburg ist berufstätig

52 Prozent aller Frauen in Schleswig-Holstein und Hamburg sind berufstätig.
52 Prozent aller Frauen in Schleswig-Holstein und Hamburg sind berufstätig.

Jede zweite Frau in Schleswig-Holstein und Hamburg hat einen Job. Damit sieht es im Norden ähnlich wie in den meisten westdeutschen Bundesländern aus. Im Osten ist die Situation anders, wie eine Studie zeigt.

shz.de von
14. Januar 2015, 06:50 Uhr

Gütersloh/Kiel | In Schleswig-Holstein und Hamburg sind nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung 52 Prozent der Frauen berufstätig. Damit liegen die beiden Nord-Länder knapp über dem Bundesschnitt von 51,8 Prozent, wie die Stiftung am Mittwoch in Gütersloh mitteilte.

Die niedrigste Quote in Schleswig-Holstein hat Flensburg: Dort waren nur 44,2 Prozent der Frauen zwischen 18 und 64 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Kaum mehr waren es im Kreis Dithmarschen (45,6 Prozent) und Kiel (46,2). Spitzenreiter waren die Kreise Segeberg (57,4), Stormarn (57,0) und Pinneberg (56,2).

Die Studie, die die Situation in bundesweit 295 Landkreisen und 106 kreisfreien Städten unter die Lupe nahm, zeigt deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Während in den neuen Bundesländern die Frauenbeschäftigungsquote 2012 bei 57,9 Prozent lag, kam der Westen auf 50,9 Prozent. Seit 2006 hat sich die Quote im Osten von 50,9 auf 57,9 Prozent erhöht, im Westen von 45,8 auf 50,9 Prozent.

Da die Zahl der potenziellen Arbeitskräfte in Zukunft sinken werde, sei es wichtig, mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, heißt es in einer Mitteilung zur Studie. Auswertungen belegten, dass erwerbstätige Frauen hoch und teilweise höher qualifiziert sind als Männer. Dieses Wissenspotenzial müsse künftig besser genutzt werden, urteilten die Experten. Der Vorschlag: Frauen, die in Teilzeit arbeiten, könnten etwa ihre Wochenarbeitsstunden bei verbesserten Rahmenbedingungen ausweiten. „Das wäre nicht nur ein Hebel zum Ausgleich der demographischen Nachteile, sondern würde auch dem persönlichen Risiko einer wachsenden Altersarmut entgegenwirken“, erklärte die Stiftung.

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