Port Olpenitz : Jaska Harm legt Geschäftsführerposten nieder

Jaska Harm hat mit sofortiger Wirkung seinen Posten als Geschäftsführer der Port Olpenitz GmbH niedergelegt.

shz.de von
10. Oktober 2011, 09:47 Uhr

Kappeln | Harm begründete diesen Schritt mit der Rücksicht auf seine Familie und seine Gesundheit. Harm durfte aufgrund eines Gerichtsurteils ohnehin vorläufig nicht mehr als Geschäftsführer der Gesellschaft auftreten.
Die Port Olpenitz GmbH baut bei Kappeln ein Luxusferienresort mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro. Seit Anfang des Jahres liegen der amerikanische Mehrheitsaktionär, die EQK Port Olpenitz, Inc. und Harm, der ebenfalls an der Gesellschaft beteiligt ist, im Streit. Schon seit mehreren Monaten versucht die EQK Port Olpenitz, Inc. Harm gerichtlich als Geschäftsführer abzusetzen und seine Anteile einzuziehen.
Druck von sich nehmen
Jaska Harm bekräftigte, dass er als Projektentwickler und Gesellschafter der Port Olpenitz GmbH im Boot bleibt. Er wolle mit seiner Entscheidung aber Druck von sich nehmen. Außerdem sei es nicht seine Absicht, mit den Geschäftspraktiken der EQK Port Olpenitz, Inc. in Verbindung gebracht zu werden. "Ich habe mich selten mit einer Entscheidung so wohl gefühlt", sagte Harm am Freitag.
Der Wiesbadener Anwalt Dr. Rainer Staubach, der die Interessen der Amerikaner vertritt, vermutet, dass Harm mit seinem Schritt einer Entscheidung des Landgerichtes Berlin zuvorkam. Dort hätte gestern eine Entscheidung in dieser Sache angestanden. Und das Landgericht hätte in einem Vorgespräch erklärt, dass die Abberufung zu Recht erfolgt sei. Das Urteil über die Einziehung von Harms Gesellschafteranteilen wird für November erwartet.

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