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Lübecker Sicherheitstechnik-Hersteller : Jahreszahlen: Dräger erwartet Wachstum für 2015

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Im vergangenen Jahr war der Euro in den meisten Monaten noch relativ stark und hat dem Dräger-Konzern die Geschäfte im Ausland schwerer gemacht. Jetzt ist der Euro schwach - und das hilft den Lübeckern.

Lübeck | Der Dräger-Konzern, einer der führenden Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik, wird durch den gesunkenen Kurs des Euro begünstigt. „Wir blicken auf ein Geschäftsjahr mit wechselhaftem Verlauf zurück“, sagte Vorstandschef Stefan Dräger am Mittwoch in Lübeck. „Auf eine schwache Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr folgte ein fulminanter Schlussspurt.“ Die Aufwertung des Euros im Jahresdurchschnitt habe einen negativen Effekt auf die Bruttomarge gehabt.

Der Kurs des Euro ist jedoch nun innerhalb eines Jahres von knapp 1,40 Dollar auf weniger als 1,06 Dollar gefallen. Damit verbessert sich für exportorientierte Unternehmen wie Dräger das wirtschaftliche Umfeld. Das war im vierten Quartal gut zu sehen: Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf einen neuen Rekordstand für das traditionell starke Schlussquartal. Insgesamt erreichte Dräger nach bereits im Januar veröffentlichten Zahlen ein Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro.

In diesem Jahr erwartet der Konzern nun währungsbereinigt ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent. Dabei gehe Dräger davon aus, dass sich die Wirtschaftsentwicklung in Europa und Nordamerika stabilisiert, die Märkte in den Schwellenländern wachsen und die Wechselkursverhältnisse gleichbleiben, teilte das Unternehmen mit.

Die Marge vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll bei sechs bis acht Prozent liegen; das entspricht ungefähr dem Stand des Vorjahres von 7,3 Prozent.

Der Jahresüberschuss reduzierte sich um knapp 13 Prozent auf 105 Millionen Euro. Dennoch können sich die Aktionäre auf eine höhere Dividende freuen: Die Eigenkapitalquote stieg auf 40,1 Prozent und damit ist eine höhere Ausschüttungsquote von 30 Prozent des Jahresüberschusses verbunden. Damit steigt die Dividende für Stammaktien von 77 Cent auf 1,33 Euro und für Vorzugsaktien von 83 Cent auf 1,39 Euro je Aktie.

Die Drägerwerk AG beschäftigt weltweit mehr als 13.700 Mitarbeiter, davon etwa 5000 in Lübeck und ist damit der größte Industriekonzern Schleswig-Holsteins. Am Standort Lübeck investiert Dräger 70 Millionen Euro in eine Zukunftsfabrik. In Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) schließt Dräger dagegen einen Standort mit 150 Mitarbeitern.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 11:23 Uhr

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