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Investoren setzen auf Ferienhäuser an den Küsten

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Deutschland wird für Besitzer von Ferienimmobilien immer beliebter – allen voran profitiert der Norden von dieser Investitionsbereitschaft. Das zeigen aktuelle Studien des Maklerbüros Engel & Völkers sowie der Online-Ferienhausvermietung Fewo-Direkt. Letzterer zufolge haben sich zwischen 2011 und 2014 62,4 Prozent aller deutschen Käufer von Ferienimmobilien für ein Objekt in Deutschland entschieden – deutlich mehr als noch in den Jahren bis 2010, als es lediglich 49,4 Prozent waren. 55 Prozent aller deutschen Ferienhäuser wurden dabei an der Nordsee (24,5 Prozent) sowie der Ostsee (30,5 Prozent) erworben. Beide Regionen lassen damit andere Regionen in Deutschland – wie beispielsweise Berlin (3,8 Prozent) – klar hinter sich.

Die Beliebtheit der Region treibt dann auch wieder die Preise. Unter allen Ferienimmobilien versprechen die Häuser an Norddeutschlands Küsten der Erhebung zufolge dadurch das größte Wertsteigerungspotenzial. Allein in den vergangenen zehn Jahren stieg der Wert der Häuser auf den Ostsee-Inseln um durchschnittlich 33,3 Prozent, auf den Nordsee-Inseln waren es 31 Prozent, auf dem Ostsee-Festland immerhin noch 30,6 Prozent.

„Ferienimmobilien werden nicht mehr nur nach romantischen Gesichtspunkten ausgewählt, sondern vor allem nach handfesten Lage- und Gebäude-Eigenschaften“, bestätigt Kai Enders, Vorstand der Engel & Völkers. Auch für dieses Jahr erwartet er einen weiteren Anstieg. Die Nachfrage nach Top-Immobilien übersteigt weiterhin das Angebot. So sei auf der Nordseeinsel Föhr die untere Preisschwelle für Ein- und Zweifamilienhäuser in sehr guten Lagen durchschnittlich um 100 000 Euro auf 550 000 Euro im 1. Quartal 2014 gestiegen. Solche Top-Immobilien kosteten auf Juist 1,3 bis drei Millionen Euro. Teuerster Standort sei Sylt mit Angeboten von bis zu 12 Millionen Euro gewesen – zwei Millionen Euro mehr als beispielsweise in der Spitze am Tegernsee. Die Quadratmeterpreise von Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen reichten im 1. Quartal 2014 von durchschnittlich 7500 Euro auf Usedom bis zu 13 000 Euro auf Sylt. Der Spitzenreiter war allerdings beim Quadratmeterpreis nicht die Insel der Reichen und Schönen, sondern Norderney. Dort wurden bis zu 14 000 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Dafür greifen Sylts Immobilienbesitzer, wenn sie ihr Objekt vermieten, dann aber wiederum bei den Urlaubern mit am tiefsten in die Tasche. 7,53 Euro müssen den Erhebungen zufolge dort Besucher im Schnitt an Miete pro Quadratmeter und Woche zahlen. Innerhalb Deutschlands ist es nur in Hamburg (9,22) und München (8,07) teurer. Verglichen mit dem EU-Ausland ist das bescheiden: In der Côte d‘Azur-Provence werden im Schnitt 12,14 Euro fällig.

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erstellt am 26.Mai.2014 | 16:36 Uhr

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