Bilanz 2016 : Investitionsbank fördert mehr sozialen Wohnungsbau

Sozialer Wohnungsbau am Schottweg: Hier entstehen Wohnungen für Ältere, aber auch eine Kindertagesstätte.
Sozialer Wohnungsbau am Schottweg in Flensburg: Hier entstehen Wohnungen für Ältere, aber auch eine Kindertagesstätte.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein erwartet im laufenden Jahr anhaltend hohe Investitionen.

shz.de von
29. März 2017, 13:57 Uhr

Kiel | Die Investitionsbank Schleswig-Holstein wird im laufenden Jahr voraussichtlich deutlich mehr Projekte für bezahlbaren Wohnraum fördern. „Wir werden geflutet mit Anträgen im sozialen Wohnungsbau“, sagte der Vorstandsvorsitzende Erk Westermann-Lammers am Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz. Im vergangenen Jahr hatte die Bank 119 Millionen Euro Fördermittel (2015: 120 Millionen) in diesem Bereich vergeben. Damit entstanden 1058 neue Sozialwohnungen (2015: 683), 122 (482) wurden saniert.

Die Mittel flossen vor allem in das Hamburger Umland und die kreisfreien Städte, wo der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum am größten ist. „Wir erwarten 2017 mindestens das anderthalbfache - bei Mitteln und Wohnungen“, sagte Westermann-Lammers. In den ersten drei Monaten sei bereits ein Fördervolumen in Höhe von 90 Millionen Euro erreicht worden.

Der Vorstandsvorsitzende sprach von einem sehr erfolgreichen Jahr 2016. Das Neugeschäft erreichte mit 2,4 Milliarden Euro erneut das hohe Vorjahresniveau. Unternehmen, Kommunen und private Investoren wollten sich die niedrigen Zinsen möglichst lange sichern, sagte Westermann-Lammers. Die Bilanzsumme der Investitionsbank erhöhte sich erneut leicht von 18,5 auf 19 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Risiko und Bewertung stieg von 64,7 auf 67 Millionen Euro. Drei Millionen Euro überweist die Förderbank ans Land als ihren Eigentümer. Die Eigenkapitalquote der Bank beträgt stabil 18,4 Prozent.

Insgesamt stellte die Investitionsbank im vergangenen Jahr 887 Millionen Euro für den Wohnungsbau zur Verfügung. Das waren 56 Millionen Euro mehr für Sozialwohnungen, private Eigenheime, Städtebauförderung sowie Refinanzierungsmittel für Banken und Sparkassen, die Immobilienkredite überwiegend an private Bauherrn vergeben hatten. Die Bank verhalf 4896 Familien zu Wohneigentum (2015: 5460).

Westermann-Lammers gab einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr. Angesicht der anhaltend guten Konjunktur werde die Nachfrage nach Förderfinanzierungen anhalten. „Wir gehen zudem von weiter niedrigen Zinsen aus.“

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